Energie

Stahlkonzern
Outokumpu erwägt Verkauf von VDM

Die Werkstofffirma VDM steht wohl vor dem Verkauf durch Konzernmutter Outokumpu. Schließung und Stellenabbau sind jedoch nicht zu befürchten. Outokumpu hatte VDM erst vergangenes Jahr übernommen.
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DüsseldorfDer Stahlkonzern Outokumpu prüft nach der Übernahme der Thyssen-Krupp-Edelstahlsparte einen Verkauf der in Deutschland breit aufgestellten Tochter VDM. Bis Ende des Jahres solle geklärt werden, wie die Werkstofffirma innerhalb oder außerhalb des Konzerns fortgeführt werden könne, teilten die Finnen am Montag mit. Eine Sprecherin erläuterte, neben einem Verbleib im Konzern sei ein Verkauf, ein Teilverkauf oder ein Börsengang möglich. VDM sei profitabel. Eine Schließung oder ein Stellenabbau seien nicht geplant. Die Firma beschäftigt rund 2000 Mitarbeiter, davon 1600 in Deutschland. Das Unternehmen hat Werke in Unna, Werdohl, Altena, Siegen und Essen.

VDM beliefert nach eigenen Angaben unter anderem Kunden aus der Luftfahrt, Energie und Chemie mit korrosions- und hitzebeständigen Hochleistungswerkstoffen wie Nickellegierungen, Titan und Zirkonium. Das Unternehmen erzielte zuletzt einen Umsatz von 1,3 Milliarden Euro.

Outokumpu hatte im vergangenen Jahr VDM zusammen mit der ThyssenKrupp-Edelstahltochter Inoxum übernommen. Die Finnen sind nach dem milliardenschweren Kauf unter Druck, im ersten Quartal schrieben sie einen Verlust von 152 Millionen Euro. Outokumpu-Chef Mika Seitovirta will im Zuge der Inoxum-Übernahme die Kosten um 200 Millionen Euro drücken. Er hat angekündigt, in diesem Jahr weltweit bis zu 770 Stellen streichen, darunter bis zu 570 in Deutschland. Bis 2017 legt er die Axt an bis zu 2500 Jobs an. Thyssen-Krupp ist an Outokumpu mit 29,9 Prozent beteiligt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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