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Stahlkonzern
Voestalpine rechnet mit schwacher Stahlnachfrage

Pessimismus pur: Voestalpine-Chef Wolfgang Eder sieht in naher Zukunft keine Erholung des europäischen Stahlmarkts. Für den eigenen Konzern ist er deutlich optimistischer. Ein möglicher Großauftrag könnte der Grund sein.
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BrüsselDer österreichische Stahlkonzern Voestalpine rechnet nicht mit einer kurzfristigen Belebung der Stahlnachfrage in Europa. Diese werde 2013 weiter zurückgehen und auch die Preise blieben unter Druck, sagte Konzernchef Wolfgang Eder am Donnerstag. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres habe es keine Besserung gegeben. Auch für die zweite Jahreshälfte sollte keine große Änderung der Lage erwartet werden. Eder ist auch Präsident des europäischen Stahlverbandes Eurofer. Die Schwerindustrie mit Firmen wie Arcelor Mittal, Thyssen-Krupp und Salzgitter kämpft seit über zwei Jahren mit einer schwachen Nachfrage.

Für seinen eigenen Konzern ist Eder dennoch zuversichtlich. Er gehe davon aus, dass Voestalpine sein Ziel für das Geschäftsjahr 2012/13 erreichen wird. Es werde keine negativen Überraschungen geben. Voest peilt einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von rund 800 Millionen Euro an nach 704 Millionen im Jahr zuvor. Eder hofft, dass der Konzern einen Auftrag des russischen Energieriesen Gazprom an Land ziehen kann. Die Konzerne seien in intensiven Verhandlungen über mögliche Lieferungen für das Gaspipeline-Projekt South Stream. Durch die Röhre soll Gas von Sibirien nach Südeuropa strömen.

Eder sprach sich erneut gegen Subventionen für die Stahlindustrie aus. Dies sähen rund 70 Prozent der Eurofer-Mitgliedsfirmen genauso. Subventionen würden die Situation nur noch verschlimmern. Die Konzerne müssten vielmehr in Sachen Innovation, Restrukturierung und Umweltschutz ihre Hausaufgaben machen. Einige hätten dies bereits getan, andere noch nicht. Die EU hat angekündigt, der Branche unter die Arme zu greifen. Sie bereitet einen Hilfsplan vor, der im Juni erwartet wird. Niemand solle erwarten, dass dadurch alle Probleme der Branche gelöst würden, sagte Eder.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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