Startverzögerung: Benzinpreis-Meldestelle wird zum Spätzünder

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Startverzögerung
Benzinpreis-Meldestelle wird zum Spätzünder

Vor der Fahrt in die Sommerferien alle Benzinpreise online abrufen? Daraus wird wohl nichts. Einem Zeitungsbericht zufolge wird die neue Meldestelle für Benzinpreise später starten als geplant.
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BerlinDie neue Meldestelle für Benzinpreise beim Bundeskartellamt könnte ihre Arbeit einem Zeitungsbericht zufolge erst später aufnehmen als bislang geplant.

Der bisher für die Jahresmitte vorgesehene Starttermin für die sogenannte Markttransparenzstelle gelte als nur noch schwer zu halten, berichtete die "Bild"-Zeitung am Donnerstag unter Berufung auf Angaben aus der Kartellbehörde und aus der Mineralölbranche. Möglicherweise könne die Meldestelle ihre Arbeit erst am Jahresende aufnehmen.

Grund für die mögliche Verzögerung sei die "komplizierte technische Umsetzung", schrieb die Zeitung. Eine Kartellamtssprecherin sagte "Bild", der Start werde "im Laufe des Jahres" erfolgen. Auch das Datum für den Beginn der Testphase stehe noch nicht fest.

Tankstellenbetreiber in Deutschland müssen künftig ihre Kraftstoffpreise bei jeder Änderung und in Echtzeit an die neue Meldestelle übermitteln. Diese soll die Angaben der mehr als 14.000 Tankstellen kostenlos an Informationsdienste für Verbraucher weitergeben. Die Daten sollen Autofahrer online abrufen können.

Die Meldestelle soll den Wettbewerb zwischen den Tankstellen verschärfen. Zudem soll das Kartellamt besser gegen Kartellrechtsverstöße vorgehen können, etwa wenn Mineralölkonzerne Benzin und Diesel teurer an freie Stationen verkaufen als an eigene Tankstellen.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Startverzögerung: Benzinpreis-Meldestelle wird zum Spätzünder"

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  • Komplizierte technische Umsetzung. Daß ich nicht lache. Funktioniert seit Jahren perfekt in Österreich. Anstatt das Rad immer neu zu erfinden sollte man dort anfragen und das System übernehmen. Wäre dann wohl in einer Woche startklar. Aber offenbar ist man sich dazu zu fein, will immer was eigenes und ist dann doch zu blöd dazu und so dauert alles ewig und kostet das Vielfache. Wie war das noch mit der deutschen LKW-Autobahnmaut damals?

  • Die haben in 2000 nicht gepennt, das war Absicht! Lang lebe der Lobbyismus.

  • Je höher der Benzinpreis, desto besser für den Staat. Klar, die oben erwähnten Steuern werden auf den Liter erhoben, aber es gibt ja auch noch die nicht zu vernachlässigende MWSt. Die Regierung kann gar kein Interesse an niedrigen Spritpreisen haben!

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