Energie

Streit um RWE-Tochter Dea
Oligarch Fridman zu Zugeständnissen bereit

Der Verkauf der RWE-Tochter an den russischen Oligarchen Michail Fridmann beinhaltet auch Fördergebiete in der britischen Nordsee. London fürchtet nun Einschränkungen durch den Ukraine-Konflikt. Doch Fridmann reagiert.
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LondonDer russische Oligarch Michail Fridman erwägt einem Zeitungsbericht zufolge den britischen Behörden im Streit über den milliardenschweren Kauf der RWE -Tochter Dea entgegenzukommen.

Fridmans Investorengruppe LetterOne bereite einen Verkauf von Nordsee-Gasfeldern vor, die im Zentrum des Streits stünden, berichtete die „Financial Times“ (Mittwochausgabe) unter Berufung auf Insider. Die US-Bank Morgan Stanley, die Fridman schon beim Dea-Kauf behilflich war, könne schon bald mit der Suche nach Käufern beauftragt werden. Fridman wolle einen kostspieligen und langwierigen Rechtsstreit vermeiden. Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen.

LetterOne hatte Anfang März den Dea-Kauf für 5,1 Milliarden Euro abgeschlossen. Dazu gehören auch zwölf Öl- und Gasfelder in der britischen Nordsee. Die Regierung in London befürchtet, dass die Produktion beeinträchtigt werden könnte, sollte sich der Sanktionsstreit zwischen dem Westen und Russland zuspitzen.

Großbritannien hatte zuletzt den Druck auf den Milliardär erhöht und Zugeständnisse gefordert. Die Regierung will ihn notfalls zwingen, seine frisch erworbene Beteiligung wieder zu verkaufen. Sie kann den Kauf zwar nicht verbieten, aber Förderlizenzen entziehen. Die Investorengruppe hat sich bereits verpflichtet, das britische Dea-Geschäft mehrere Jahre getrennt von den restlichen Dea-Aktivitäten zu halten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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