Energie

Stromkonzern Verbund
Wasserkraftwerke sorgen für Gewinnsprung

Verbund, der größte Energiekonzern Österreichs, hat ein erfolgreiches drittes Quartal hinter sich. Der operative Gewinn stieg um 11,5 Prozent – das Unternehmen korrigierte seine Gesamtprognose deshalb nach oben.

WienÖsterreichs größter Stromkonzern Verbund hat im dritten Quartal dank der Erholung der Strom-Großhandelspreise und einer besseren Wasserführung bei seinen Kraftwerken mehr verdient. Der operative Gewinn (Ebitda) stieg um 11,5 Prozent auf 809,7 Millionen Euro, wie Verbund am Mittwoch mitteilte. Der Konzern hob die Ziele für das Gesamtjahr erneut an.

Das Ergebnis von Verbund hängt stark von den 126 Wasserkraftwerken des Konzerns ab, die an großen Flüssen wie der Donau in Österreich und Bayern liegen. Je mehr Wasser in den Flüssen fließt, desto besser ist die Auslastung der Wasserkraftwerke. Die Wasserführung habe in den ersten drei Quartalen um sieben Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen, erklärte der Konzern. Zudem haben sich die Großhandelspreise für Strom nach dem Tiefstand zu Jahresbeginn erholt. Durch den Ausbau des Ökostroms und Überkapazitäten waren die Preise in den vergangenen Jahren massiv unter Druck geraten. Das machte auch den großen deutschen Energiekonzernen wie RWE oder Eon zu schaffen.

Verbund profitierte zudem von der Beilegung des Streits mit der OMV-Tochter EconGas über Gaslieferungen für das Kraftwerk Mellach. Verbund konnte deshalb Rückstellungen auflösen. Konzernchef Wolfgang Anzengruber will bis Jahresende eine Grundsatzentscheidung zur Zukunft des Gaskraftswerks Mellach fällen. Neben einem Verkauf prüft Verbund auch das Einmotten der erst wenigen Jahre alten Anlage, die sich wegen der gesunkenen Strompreise nicht mehr lohnt.

Für das Gesamtjahr schraubte Verbund die Ziele erneut nach oben. Für 2016 werde nunmehr ein Ebitda von rund 980 (Vorjahr: 889) Millionen Euro und ein Konzernergebnis von rund 385 (Vorjahr: 208) Millionen Euro erwartet. Zuvor war das Unternehmen von einem Ebitda von 960 Millionen Euro und einem Nettogewinn von 370 Millionen Euro ausgegangen. An die Aktionäre will Verbund rund 30 Prozent des um Einmaleffekte bereinigten Nettogewinns in Höhe von rund 315 Millionen Euro ausschütten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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