Energie

Stromspeicher
Ein Knotenlöser der Energiewende

Wenn das klappt, könnte Strom billiger werden: Ein Pilotkraftwerk wandelt Windstrom in Gas um, das einfach zu speichern und transportieren ist. Die Technik könnte zu einem Grundpfeiler der Energiewende werden.
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FalkenhagenDer Weg zum kleinen Wunder ist idyllisch. Vorbei an schmalen Waldflächen mit dunkelgrünen Kiefern und zarten, hellgrünen Ahornbäumchen, über viele Kilometer rauscht nichts als grüne Wiesen vor den Augen vorbei, oder besser: Nichts als grüne Wiesen und Windräder. Sie drehen sich im Takt, sie stehen in Gruppen oder allein, in Reih' und Glied oder wild durcheinander.  Brandenburg ist nach Niedersachsen das Bundesland mit den meisten Windrädern. Über 3000 Rotoren drehen hier jeden Tag ihre Runden.

Doch was tun mit dem Strom? Zum Beispiel nachts, wenn die Menschen in Brandenburg und im Rest von Deutschland schlafen und die Bänder in der Produktionsstätten ruhen? Unternehmen und Politik arbeiten derzeit an neuen Möglichkeiten, den Strom zu speichern. Eine vielversprechende Idee weihte heute Wirtschaftsminister Philip Rösler (FDP) im brandenburgischen Falkenhagen ein: „Power-to-Gas“. Ein Kraftwerk, dass aus Strom Gas machen kann.

Ein hoher Zaun umgibt das kleine Feld in Falkenhagen, auf dem sechs grau-weiße Container gegenüberliegend aufgereiht sind. Ein großer weißer Container steht quer dazu und daneben drei kleine Häuschen. Hier wird der Windstrom in Wasserstoff umgewandelt. Die Anlage könnte einer der Schlüssel zum Gelingen der Energiewende werden, denn sie sorgt dafür, dass Windstrom speicherfähiger wird. 

Es ist ruhig hier, nur die Kühlungsanlagen brummen dumpf vor sich hin. Menschen sieht man normalerweise nur wenige, sie werden vor allem zur Kontrolle der erst vor wenigen Wochen fertig gestellten Anlage gebraucht. Ab heute, der Inbetriebnahme, wird nur noch gelegentlich jemand bei dem Gelände vorbeischauen, gesteuert wird die Anlage aus Essen.

Kommentare zu " Stromspeicher: Ein Knotenlöser der Energiewende"

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  • @arbeit-fuer-alle Die Gefahr die von radioaktiver Strahlung/Kontaminierung ausgeht wurde im Westen, dabei insbesondere im deutschspachigen Raum, seit den Siebzigern völlig übertrieben dargestellt. Wenn man die Fakten auf den Tisch legt und all die anderen Gefahren betrachtet, das Krebsrisiko von Kohlekraft, Chemikalien, Chemieunfällen usw., dann ist Atomkraft relativ harmlos. Diese Propaganda zu ignorieren ist nicht leicht, aber machbar (siehe den Greenpeace Mit-Gründer Patrick Moore, der inzwischen ein Atom-Fan geworden ist)

  • Steuerzahler recht haste
    was die toten betrifft

    dem anderen kann ich nicht folgen
    weil ich bin hier dahom
    will hier nicht weg

    wenn ein gaswerk oder kohlekraftwerk explodiert
    gibt es tote 100,200 - tausend verletzte schade drum
    kann vorkommen ist passiert und nach ein zwei jahren geht das leben weiter weil es beherschbar ist

    wenns aber ein atomkraftwerk trifft sind es bedeuted mehr und 1/6 der Fläche unseres landes ist nicht zu gebrauchen


    Nahost terror
    Den terror können nur die betroffenen menschen selbst beenden! von unten und wenn die zeitreif ist.
    denn nichts währet ewiglich
    1000jahre waren dann auch nur zwölf

    einmischung von aussen bringt nichts
    der zorn wendet sich zumeist gegen den einmischer
    weil es auch immer wieder unschuldige trifft

    jahve + allah
    al akbah und weise

    also wenn wir nur die waffen liefern
    so kleine von h+k oder so
    jahve oder allah
    wird das schon regeln sind doch seine schäfchen.

  • @arbeit-fuer-alle Wieviele Soldaten und Zivilisten sind wohl schon im Nahen Osten gefallen, weil man im Westen sich geweigert hat, die Atomkraft auf ihr volles Potenzial (d.h. fast 100% Ersatz von Öl&Gas als Energiequelle) auszubauen?
    - unter diesem Gesichtspunkt muß man unsere grünen Öko-Gutmenschen betrachten: Sie singen ein Lied von Friede Freude Eierkuchen, aber das was sie anrichten ist Leid und Elend.

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