Stromversorger: GDF plant keine Zukäufe

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GDF plant keine Zukäufe

GDF-Chef Gerard Mestrallet schließt den Zukauf eines anderen Unternehmens aus. Er dementiert damit gegenteilig lautende Gerüchte. Der französische Energiekonzern setzt vor allem auf das eigene Wachstum.
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LondonDer französische Versorger GDF Suez hat Medienberichte über Vorbereitungen für eine milliardenschwere Übernahme zurückgewiesen. „Wir haben keine Pläne für einen großen Zukauf“, sagte Konzernchef Gerard Mestrallet am Dienstag in Paris. Er dementiere ausdrücklich, dass GDF ein Angebot für ein bestimmtes Unternehmen abgegeben habe, wie es in der Presse berichtet worden sei. Aus Branchen- und Bankenkreisen war zuvor verlautet, dass das Management zwischen zehn und 20 Milliarden Dollar auf den Tisch legen wolle, um sein Geschäft außerhalb Europas zu stärken.

Den Insidern zufolge war ein erster Anlauf bei dem kanadischen Konzern Talisman Energy jedoch Ende vergangenen Jahres gescheitert. Demnach hätten sich GDF das Unternehmen insgesamt rund 17 Milliarden Dollar kosten lassen, um die Gasproduktion sowie das Geschäft in den Boom-Märkten Südamerikas und Asiens auszubauen. GDF habe aber auch andere Firmen im Visier wie etwa AES aus den USA. Das Unternehmen sei wegen seines Engagements in Kolumbien interessant, wo die Franzosen bisher nicht vertreten sind.

Mestrallet sagte dagegen, GDF setze vor allem auf eigenes Wachstum. Zugleich betonte er, der Konzern habe keine Pläne, die Dienstleistungssparte Cofely an die Börse zu bringen. Einige Experten zweifeln ohnehin daran, dass GDF tatsächlich an einem Zukauf in dieser Größenordnung interessiert sein könnte. Denn schon jetzt stehe GDF unter dem Druck der Ratingagenturen, seinen Schuldenberg von zuletzt fast 30 Milliarden Euro abzutragen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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