Energie

Stromversorgung in Deutschland
Radikale Spartipps

Wie kommt der Strom in Deutschland günstiger von der Küste in den Süden und wie soll überhaupt der Ökostrom finanziert werden. Juwi-Chef Willenbacher, Trianel-Chef Becker und Co. haben sich Gedanken gemacht.
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FrankfurtMatthias Willenbacher provoziert gerne. "Mein unmoralisches Angebot an die Kanzlerin", heißt sein neues Buch. In dem bietet er an, sein Ökostromunternehmen Juwi zu verschenken, wenn Angela Merkel die Energiewende schon bis zum Jahr 2020 schafft. 

Den Pionier von Wind- und Solarstrom regt denn auch die Diskussion über die hohen Kosten der Energiewende auf. "Wir geben pro Jahr zurzeit 244 Milliarden Euro in Deutschland für Energie aus", sagte Willenbacher im zweiten Round-Table-Gespräch anlässlich der ersten Vorstandssitzung der Energy Academy, das Chefredakteur Hans-Jürgen Jakobs moderierte. "Würden wir unseren Strom komplett auf die effiziente Nutzung von erneuerbaren Energien umstellen, kämen wir mit 100 Milliarden aus." 

Der Gründer von Juwi sagt auch, wo gespart werden kann. So hält er etwa nichts davon, die Netze in Deutschland für geschätzte 30 bis 40 Milliarden Euro auszubauen, um Strom von Windrädern an der Küste in den Süden zu transportieren.  Dieses Geld will er lieber in die dezentrale Stromversorgung investieren. Zum Beispiel in Blockheizkraftwerke, die gleichzeitig Strom und Wärme produzieren.  Sie sollen Strom liefern, wenn kein Wind bläst oder keine Sonne scheint. 

Aber auch die neuen grünen Kraftwerke müssen finanziert werden. Zwar besitzen Privatleute noch gut ein Drittel der Ökostrom-Anlagen in Deutschland. Doch viele Projekte müssen über Banken finanziert werden. Und das ist schwieriger geworden als noch vor ein paar Jahren. Es sei nicht mehr so viel Liquidität im Markt, sagte Sven Becker. Der Geschäftsführer des Stadtwerke-Verbunds Trianel beobachtet, dass Banken "einen höheren Aufschlag für die Risikoprämie verlangen". 

Wenn Banken bei der Kreditvergabe zögern, müssen andere einspringen, um den Umstieg auf Ökostrom zu finanzieren. Stephanie Schoss sieht die Energiewende als "ein hochattraktives Thema für institutionelle Investoren", die eine regelmäßige, sichere Ausschüttung brauchen. Die Verwaltungsrätin des Schweizer Investmenthauses Susi Partners, das in nachhaltige Energieinfrastruktur investiert, denkt an Pensionskassen und an Family Offices, also die Vermögensverwaltungen von Unternehmerfamilien. 

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Sparen wird wichtiger

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  • Herr Willenbacher ist Vertreter der EE-Lobby und neuerdings Schriftsteller in eigener Sache, verdient Millionen, seine Vorschläge sind ungefähr so gut wie die der Atomlobby für die Laufzeitverlängerung. Ohne das EEG ist sein gut geschmiertes Geschäft dahin. Und dann so was:
    "Zum Beispiel in Blockheizkraftwerke, die gleichzeitig Strom und Wärme produzieren. Sie sollen Strom liefern, wenn kein Wind bläst oder keine Sonne schein" Lachhaft: Die Windanlagen mit negativen Strompreisen von Herrn Willenbacher haben die BHKWs längst unrentabel gemacht. Es wird also teurer, weil man noch mehr Subventionen "aktivieren" muss. Schinken der Wurst hinterher werfen, so läuft es seit Jahren.

  • Wer soll die Kosten tragen? Natürlich die Politiker und Experten, die die Bürger vorsätzlich belügen und nur ausnehmen wollen. Dieser peersonenkreis hat genug für sich beiseite geschafft,so dass die Bürger min. 100 Jahre kein Strom bezahlen müßten.

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