Energie

Symbolträchtige Entscheidung
RWE verkauft eigenes Wahrzeichen

Der Energiekonzern RWE steckt nach eigenen Worten in der größten Krise seiner Geschichte: Wegen der Energiewende bricht das Kerngeschäft weg. Nun verkauft der Konzern den RWE-Turm in Essen, Sitz der Konzernzentrale.
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Am Dienstag und Mittwoch hat RWE-Chef Peter Terium seinen 1700 Führungskräften einmal mehr die existenzielle Krise des Energiekonzerns vor Augen geführt. Bei zeitgleichen Treffen in Essen, Budapest, Prag, Birmingham und Den Bosch forderte er das mittlere und obere Management auf, alles in Frage zu stellen und den Konzern neu zu erfinden.
Am Donnerstag gab der Konzernchef nun eine Entscheidung bekannt, deren finanziellen Auswirkungen zwar begrenzt sind, die aber umso symbolträchtiger ist. RWE gab den Verkauf des RWE-Turms in der Essener Innenstadt bekannt, den Sitz der Konzernzentrale.

Der US-amerikanische Immobilienfonds American Realty Capital Global Trust (ARC) übernehme den Turm inklusive vier Nebengebäude, teilte RWE mit. Der Energiekonzern miete sie aber direkt zurück. Der Bürokomplex am Essener Opernplatz werde weiterhin Sitz der Konzernzentrale bleiben.

„RWE bekennt sich ausdrücklich zum Standort Essen und hat zu diesem Zweck mit ARC eine langfristige Rückanmietung der Gebäude vereinbart“, sagte Personalvorstand Uwe Tigges, Personalvorstand der RWE AG.
Der RWE-Turm steht zwar erst seit 1996, ist aber schon zu einem Wahrzeichen von Essen geworden.

Mit einer Höhe von 127 Metern prägt er das Stadtbild der Ruhrgebietsmonopole wie kein zweites Gebäude. Der Bau hatte rund 150 Millionen Euro gekostet.

RWE steckt nach Teriums Worten in der größten Krise der Konzerngeschichte. Dem Konzern bricht wegen der Energiewende das Kerngeschäft, die Stromproduktion mit großen Kraftwerken, weg. Im vergangenen Jahr rutschte RWE zum ersten Mal unter dem Strich in die roten Zahlen und verbuchte einen Nettoverlust von fast drei Milliarden Euro.

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