Energie

Thyssen-Krupp Stahlkrise erfasst den Ruhrkonzern mit voller Wucht

Billiger Stahl aus China und der Preisdruck im Markt machen Thyssen-Krupp schwer zu schaffen. Im abgelaufenen Quartal sank der Gewinn um ein Fünftel. Der Konzern muss nun seine Jahresziele nach unten korrigieren.
Update: 10.05.2016 - 12:20 Uhr 7 Kommentare

Dax mit Rückenwind - Gegenwind für Thyssenkrupp

Dax mit Rückenwind - Gegenwind für Thyssenkrupp

DüsseldorfThyssen-Krupp stampft wegen der Krise in der Stahlbranche seine Jahresziele ein. „Die Werkstoffpreise waren weit ins zweite Quartal und damit länger als erwartet unter Druck. Zudem war der Preisverfall stärker als angenommen“, sagte Vorstandschef Heinrich Hiesinger am Dienstag. Er rechnet für das Geschäftsjahr 2015/16 (per Ende September) daher nur noch mit einem operativen Gewinn von mindestens 1,4 Milliarden Euro, nachdem zuvor bis zu einer halben Milliarde mehr in Aussicht gestellt worden war.

Dem Essener Industriekonzern machen wie der gesamten Branche um Weltmarktführer Arcelor-Mittal im Geschäft mit dem Werkstoff Stahl Billigimporte aus China, Überkapazitäten und ein enormer Preisdruck zu schaffen.

Thyssen-Krupp verschreckte damit die Anleger. Die Aktie gab zeitweise mehr als fünf Prozent nach und war damit größter Verlierer im Leitindex Dax. Der Druck für Zusammenschlüsse in der Schwerindustrie dürfte nun weiter zunehmen.

Hiesinger zufolge gibt es bei den Stahlpreisen zwar eine Erholung. „Diese Erholung kommt aber später als ursprünglich erwartet, von einem niedrigeren Niveau und wird sich zusätzlich erst zeitversetzt in unseren Kennzahlen widerspiegeln“, betonte der Manager. Dem Konzern zufolge kann dies bis zu sechs Monate dauern.

Branchenexperten hatten zwar mit einer Prognosesenkung gerechnet. „Allerdings nicht in diesem Ausmaß“, sagte ein Händler. Statt einer Steigerung des operativen Ergebnisses gegenüber den zuletzt erzielten 1,68 Milliarden Euro droht nun 2015/16 ein Gewinnrückgang. Der Überschuss von zuletzt 268 Millionen Euro soll stabil bleiben und nicht mehr deutlich steigen.

Die florierende Aufzugssparte, die zum 14. Mal in Folge im Vorjahresvergleich ihr Ergebnis verbesserte, kann die Einbußen im Stahlgeschäft nicht wettmachen. Auch im Geschäft mit Autoteilen und im Anlagenbau konnte Thyssen-Krupp zulegen. Im U-Boot-Bau hatte das Unternehmen im Rennen um einen 34-Milliarden-Euro-Auftrag aus Australien gegen den französischen Konkurrenten DCNS den Kürzeren gezogen.

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7 Kommentare zu "Thyssen-Krupp: Stahlkrise erfasst den Ruhrkonzern mit voller Wucht"

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  • Nachdem auch Österreich, dank Herrn Faymann und Häupel, auf dem Weg in Agrargesellschaft ist sollte doch auch bald die VOEST geschlossen werden. Stahlwerke sind für die zugewanderten Facharbeiter nicht attraktiv und können, wie schon von Frau Merkel geplant, geschlossen werden.

  • @Friedhelm Krakowka
    Nicht nur dieses "Grünen-Bevormundungsdiktat" wie man zu leben hat ist für jeden Bürger und Arbeitnehmer eine Gefahr sondern auch die Gewerkschaften haben sich für die Arbeitnehmer zu einer Gefahr entwickelt. Gerade die Gewerkschaften waren und sind es, die zusammen mit der Politik gegen die Marktfähige Hochtechnolgie der Kernkraft Sturm gelaufen ist und die Kernenergie als "Teufelszeuch" und "Böse" mit marktfeindlichen Gesetzen in Deutschland abgeschafft hat. Neben dem Markt und der Hochtechnolgie die die Kernkraft weltweit darstellt ist es auch das vielseitige Hochschulwissen der Naturwissenschaften die hier zu Grabe getragen worden sind und somit auch die hochqulifizierten und in der welt angesehenen und gut bezahlten Arbeitsplätze in Deutschland und für Deutschland.
    Und mit da die Gewerkschaften die politische Energiewende unterstützen tragen die Gewerkschaften nach der Kernenergie jetzt auch noch den Rest der Deutschen Industrie und damit auch Hochtechnologie und Hochschulwissen zu Grabe. Sei es in der Stahlindustrie, in der Energiebranche, in der Autobranche, in der Chemiebranche....überall wird mit dieser politischen CO2-Verteufelung (marktfeindliche Gesetzgebung/Verbote) das Wissen und der Wohstand für Deutschland zu Grabe getragen.
    Die Kernenergie war hier nur das Erste Opfer einer markteindlichen Grün-Sozialistischen/Gewerkschaftlichen Politik....das Sterben von Wissen und Hochtechnologie wird sich unter dieser Grün-Sozialistischen Merkel Poltiik inkl. ihrer Gewerkschaft Vasalen in und für Deutschland fortsetzen.

  • @Herr Friedhelm Krakowka

    Sehr gut und sehr treffend beschrieben, danke.

  • Die Grünen sind die größte Gefahr - für Wohlstand, Demokratie und sozialen Frieden - für unser aller Zukunft.

    Von Beginn an, als dieser Turnschuh Minister und ehemalige Steinewerfer von Börner vereidigt wurde, hatte ich eine, sich nie legende Aversion gegen diesen Menschen, seine Partei und deren Wählerklientel.

    Genau erklären konnte ich es mir nicht. Ich spürte nur, da ist etwas grundfalsch. Nun weiß ich, dass Gefühle nicht täuschen.

    Ein weiterer, grober Fehler der Politik: Nach der Wende die SED Partei in neuem Gewand in Deutschland zuzulassen.

    Die derzeit hysterische Politische Korrektheit, die uns im Würgegriff hält und lähmt, hat man einzig dieser links-grünen, weltfremden Gesinnung zu verdanken.

    Die Probleme in Deutschland kamen erst auf, als ebendiese Parteien an Macht gewannen. Die CDU ist in geistiger Umnachtung auf diesen Zug aufgesprungen, der irgendwo im Nichts ankommen wird.

    Zur Energiewende:

    Die künstliche Verknappung und exorbitante Verteuerung der Energie erinnert an durstige Menschen, die sich das erfrischende Wasser versagen, obwohl im Überschuss vorhanden, und anschließend sich ihrer Enthaltsamkeit und Schädigung des eigenen Körpers noch freudig triumphierend auf die Schultern klopfen.

    Und diese grotesken Windmühlen, die nur dank Subvention am Leben erhalten werden, lässt postindustrielle Zeiten auferstehen.

    Naturschutzgebiete, Wälder, Lebensraum für Mensch und Tier, all das zählt nicht mehr.

    Solange die Bürger diesen Irrsinn weiterhin durch ihr Wahlverhalten tragen, befeuert durch eine willfährige Systempresse, fahren wir eben weiter auf unser Unglück zu.

    Und der massenhafte Import bildungsferner Schichten wird uns den Todesstoß versetzen.

    Und das kann niemand wegreden oder schönschreiben.


  • „Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, kämen CDU und CSU nur noch auf 30,5 Prozent, berichtete "Bild" am Dienstag unter Berufung auf den Insa-Meinungstrend in einem Vorabbericht. Das sind 1,5 Punkte weniger als in der Vorwoche und der bisher tiefste von Insa gemessene Wert.

    Zusammen mit der SPD, die stabil bei 19,5 Prozent liegt, kommt die große Koalition demnach nur noch auf 50 Prozent. Das sind 17 Punkte weniger als bei der Bundestagswahl 2013.“

    Die Grünen bei 13 Prozent. Ergäbe dann 63 Prozent. Für Grundgesetzänderungen benötigt die Regierung noch die Stimmen der Linken. LOL

    Wahrscheinlich will Herr Seehofer bei der BT-Wahl, deshalb als eigener Kandidat auftreten – jedoch nur in Bayern, nicht im Bund ??

  • Diese Krise ist politisch so gewollt. Die Grün-Sozialistische Merkel Regierung einer CO2 freien Wirtschaft/Gesellschaft versetzt mit der Energiewende (EEG), Energieeinsparzwang und der Verteufelung des CO2 durch immer niedrigere gesetzliche CO2 Werte dem Industriestandort Deutschland den Todesstoß.

    Nachdem man die CO2 freie Kernkraft, per politischer und medialer Verteufelung und den entsprechenden marktfeindlichen Anti-Kernkraftgesetzen den Garaus gemacht hat, kommen jetzt nach und nach die Kohle, die Gaskraftwerke dran, Auch die Automobilindustrie wird mehr und mehr mit dem politischen CO2-Verbot (Verteufleung) aus Deutschland vertrieben. Siemens ist ja schon längst in die USA und Asien ausgewandert.
    BASF und Bayer suchen auch schon in den USA und Asien ihr zuhause,
    Die Stahlindustrie hat in Deutschland unter dieser marktfeindlichen Grün-Sozialistischen CO2-Verbotspolitik einer Merkel keine Chance mehr. Per marktfeinldichen Gesetzen und Verordnung über das Angstmärchen vom "Bösen" menschlichen CO2 Klimaerwärmer wird der Deutsche Industriestandort und damit Wohlstand und Wachstum abgeschafft und mehr und mehr ins Ausland verlagert. Zurück bleibt ein Deutschland des Mangel und Armut...an Wissen und Lebensstandard.

  • Aktien sind alternativlos ^^

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