Energie

Trotz Ukraine-Krise
20 Grundversorger senken Gastarif

Gas könnte für Millionen deutsche Verbraucher schon bald günstiger werden. In den kommenden Monaten planen 20 Versorger trotz Ukraine-Krise Preissenkungen. Die Entwicklung ist allerdings nicht einheitlich.
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Heidelberg Die Ukraine-Krise hat auf die Preise der Gas-Anbieter hierzulande keine Auswirkungen. Zu September oder Oktober senken insgesamt 20 Grundversorger die Gastarife, wie das Vergleichsportal Verivox am Freitag auf Anfrage mitteilte. Im September beträgt die durchschnittliche Preissenkung demnach 2,8 Prozent, im Oktober im Schnitt sogar 4,8 Prozent. Die Entwicklung ist aber nicht einheitlich: Laut Verivox erhöhen auch vier Grundversorger ihre Gaspreise – zwei zum September, zwei zum Oktober.

Bei einem Anbieterwechsel sollten Kunden auf eine Preisgarantie achten, riet das Vergleichsportal. So ließen sich die Preise für die Heizsaison festlegen.

Der durchschnittliche Preis für Haushaltskunden mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden betrug laut Verivox im August 1299 Euro und damit weniger als vor einem Jahr. Im August 2013 lag der Durchschnittspreis demnach bei 1314 Euro. Die Experten errechnen den Wert aus den günstigsten Angeboten der örtlichen Grundversorger und der überregionalen Versorger.

Die Preisentwicklung bei Gasversorgern ist seit geraumer Zeit uneinheitlich, was etwa am unterschiedlichen Einkauf liegt. Manche Versorger haben langfristige Lieferverträge, andere decken sich kurzfristig ein. Eon-Chef Johannes Teyssen hatte erst Mitte August versichert, er rechne vorerst nicht mit steigenden Preisen für russisches Gas. Vertraglich festgelegte Preise würden nicht nach „politischen Wohlfühlkriterien“ festgelegt.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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