Energie

Ulrich Lehner
Thyssen-Aufsichtsratschef will drei Mandate abgeben

Thyssen-Krupp hält einige Aufgaben für seinen designierten Aufsichtsratschef bereit. Deswegen will dieser nun auf ein paar seiner übrigen Aufsichtsrat-Tätigkeiten verzichten – aber nicht auf alle.
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DüsseldorfDer designierte Aufsichtsratschef von Thyssen-Krupp, Ulrich Lehner, will seinen Posten im Kontrollgremium von Eon behalten. Drei andere Mandate wolle er aber bis August 2014 abgeben, hieß es in der am Donnerstag veröffentlichten Einladung zur Hauptversammlung des Energiekonzerns im Mai. Welche Posten das sind, blieb offen.

Der frühere Henkel -Chef tritt am 1. April die Nachfolge von Thyssen-Krupp-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme an. Lehner soll den von Milliardenverlusten, Kartellverstößen und Korruptionsvorwürfen erschütterten Stahlkonzern zurück in die Spur bringen. Aktionärsschützer haben gefordert, dass Lehner andere Mandate abgibt, um sich auf die Aufgabe zu konzentrieren.

Der 66-Jährige führt unter anderem das Kontrollgremium der Deutschen Telekom, woran er nach Angaben des Unternehmens festhalten will. Seinen Interimsposten im Verwaltungsrat von Novartis will er dem Schweizer Pharmakonzern zufolge auch behalten. Von einem Rückzug aus dem Gesellschafterausschuss von Henkel ist auch nichts bekannt. Blieben unter anderem noch die Posten im Beirat des Bielefelder Oetker-Konzerns und im Aufsichtsrat von Porsche. Von den Unternehmen war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Auch Thyssen-Krupp hatte in Aussicht gestellt, dass Lehner sich stärker auf seine Arbeit für den Mischkonzern konzentrieren wolle. „Prof. Dr. Ulrich Lehner hat angekündigt, im Falle seiner Wahl zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats auf Mandate zu verzichten, die er bisher wahrnimmt, um sich der neuen Aufgabe widmen zu können“, hat Thyssen-Krupp vor gut einer Woche mitgeteilt. Mehr Klarheit gab es aus Essen bislang nicht.

Eon wurde nun etwas deutlicher. „Herr Prof. Dr. Ulrich Lehner hat weiter erklärt, dass er im Fall seiner Wahl innerhalb von zwölf bis fünfzehn Monaten nach der Hauptversammlung von Eon am 3. Mai 2013 mindestens drei seiner Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien niederlegen wird“, schrieb der Energieriese seinen Aktionären.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Thinking more about this subject, I am surprised that no one (to my knowledge) has raised the subject of a conflict of interest that exists when the same person sits on the board of a major producer of electricity and one of its largest customers; it is not possible for one person to properly serve two masters with opposite interests.

    (Regarding producer and consumer, I assume both of these assertions are true, and if not, then ths argument fails but does not eliminate the opportunity cost of lost time and focus on the part of Lenher due to other commitments.)

  • So basically another lie out of ThyssenKrupp.

    As he was being mooted for the AR-job, this being called into question due to the multiple mandates of the candidate, ThyssenKrupp announced Lehner would resign from ALL of these positions.

    Novartis and Telekom seemed, at least then, to have a different viewpoint about his leaving them. Now Eon says he will stay. And it seems his resignations are not even planned to occur in this business year.

    So now it seems that the lies and delays of playing for time (as was aledged in the plants scandal, and in the various cartel scandals, and in the not-selling-the-plants-oops-now-selling of the plants, and in the don't-need-to-sell-shares-oops-now-need-to-sell-shares PR statements.)

    Meet the new TK, just the same as the old TK, a shiny house populated by empty suits is a house of greed, corruption, lies, deception.

    Disgusting. When is the real transparency and true good governance supposed to begin?

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