Energie

US-Industriekonzern
General Electric hängt deutschen Rivalen Siemens ab

GE hat Siemens abgehängt: Der Industriekonzern profitiert von der starken US-Konjunktur. So ist der Überschuss von GE im zweiten Quartal leicht gestiegen. Der Umsatz und das operative Ergebnis allerdings sind rückläufig.
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New YorkLicht und Schatten für den US-Industriekonzern General Electric (GE): Während Umsatz und operativer Gewinn im zweiten Quartal rückläufig waren, verdiente der Siemens -Konkurrent unter dem Strich etwas mehr Geld. Und auch das Plus bei den Bestelleingängen von vier Prozent sorgte für gute Stimmung am Markt. Zudem stellte GE-Chef Jeff Immelt am Freitag vor US-Börseneröffnung für die zweite Jahreshälfte bessere Geschäfte in Aussicht. „Wir erwarten, dass die Margenverbesserung anhält.“ Vorbörslich sorgte dies für Freude an der Börse. Die Aktie legte 2,4 Prozent zu. GE gilt als Barometer für die gesamte US-Wirtschaft.

Das traditionsreiche Unternehmen hat Siemens beim Wachstum zuletzt abgehängt. Rückenwind erhalten die Amerikaner von der stärkeren Konjunktur auf dem Heimatmarkt. Anders als im krisengeplagten Europa, wo Siemens präsenter ist, investieren Unternehmen in den USA in neue Anlagen. Erst jüngst hatte GE den Ausbau seines lukrativen Geschäfts mit Öl- und Gasförder-Ausrüstung mit einem Milliarden-Zukauf weiter vorangetrieben.

„Wir bewegten uns in einem Geschäftsumfeld, das leicht besser war als das erste Quartal“, erläuterte Immelt. „Die aufstrebenden Märkte blieben robust, und in den USA haben wir ein starkes Auftragswachstum gesehen in diesem Quartal. Europa stabilisiert sich, bleibt aber herausfordernd.“

Unter dem Strich reichte es zu einem Anstieg des Überschusses um ein Prozent auf 3,1 Milliarden Dollar. Operativ ging es hingegen – unter anderem wegen hoher Kosten für die Restrukturierung der Firma – um acht Prozent auf 3,7 Milliarden Dollar nach unten. Von Reuters befragte Analysten hatten jedoch mit einem noch stärkeren Rückgang gerechnet. Der Umsatz des weltgrößten Herstellers von Jet-Motoren und elektrischen Turbinen fiel um vier Prozent auf 35,1 Milliarden Dollar.

Siemens hingegen hatte zuletzt seine Jahresziele aufgegeben. Neben hausgemachten Problemen plagt den Dax-Konzern die schwache Industriekonjunktur. Nicht nur die Rezession in Europa bereitet Kopfzerbrechen, auch das Geschäft mit Fabrikausrüstung lief sowohl in China als auch in den USA nicht so wie erhofft. Ein Sparprogramm samt Stellenstreichungen und der Verkauf von Sparten sollen nun helfen.

Einem Zeitungsbericht zufolge haben die Ergebnisse der Münchner im abgelaufenen Quartal in etwa auf Vorjahresniveau gelegen. Analysten rechnen im Schnitt mit einem Umsatzrückgang um 4,7 Prozent und einem um 15 Prozent geschrumpften Nettogewinn.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • "muß es funktionieren, oder darf es auch etwas von Siemens sein?" Volker Pispers

  • absolut nachvollziehbar. Siemens ist nur noch im Rückwärtsgang unterwegs und investiert seine Energie dahingehend, wie Unternehmensanteile veräußert bzw. zerschlagen werden können...

  • die Entwicklung ist absolut nachvollziehbar. Siemens ist nur noch im Rückwärtsgang unterwegs und investiert seine ganze Energie dahingehend, wie Unternehmensanteile zerschlagen und veräußert werden können...

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