Energie

Veralteter Energieträger
Düstere Zukunft für die australische Kohle

Australien benötigt immer weniger Kohle zur Stromproduktion – der einst unumstrittene Energielieferant Nr. 1 des Kontinents verliert weiter an Bedeutung. Auch Anleger wenden sich vom emissionsreichen Brennstoff ab.
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SydneyKohle mag für Australien zumindest auf absehbare Zeit einer der wichtigsten Devisenbringer bleiben, im Land selber geht der Anteil des Brennstoffs an der Stromproduktion jedoch zurück. Im Februar stammten noch 74,5 Prozent des landesweit produzierten Stroms aus Kohlekraftwerken. Zum ersten Mal war damit der Anteil der Kohlenenergie an der Gesamtstromproduktion unter die Grenze von 75 Prozent gefallen. 2008 waren noch 84,1 Prozent des in Australien verbrauchten Stroms mit dem Verbrennen von Braun- und Schwarzkohle generiert worden.

Grund für den Trend ist nicht nur die zunehmende Bedeutung alternativer Energiequellen, sondern auch ein Rückgang der Nachfrage nach Elektrizität. Wie eine Studie der Energieberatungsfirma Pitt & Sherry zeigt, stieg im letzten Monat der Anteil erneuerbarer Energien wie Wasserkraft, Wind und Solar am Strommix auf ein Rekordhoch von 12,5 Prozent.

Die Bedeutung von Gas, einem anderen fossilen Brennstoff, der nur etwa halb so viele klimaschädigende Emissionen abgeben soll wie Kohle, stieg im letzten Monat marginal auf 12,7 Prozent.

Insbesondere an den heißen Tagen des australischen Sommers, wenn die Klimaanlagen auf Hochtouren laufen, wurde wesentlich weniger Strom verbraucht als in früheren Jahren. Das könnte laut Experten daran liegen, dass genau zu diesem Zeitpunkt – der Zeit intensiver Sonneneinstrahlung – Solaranlagen große Mengen Elektrizität ins Netz pumpen.

Verschiedene Bundesstaaten in Australien hatten in den letzten Jahren Programme zur Förderung von Solarstrom eingeführt – mit überwältigendem Erfolg. Allerdings wurden die meisten Subventionen auf Druck der Energiefirmen wieder abgeschafft oder zurückgestuft. Wegen der Dominanz von Kohle als Stromlieferant hat Australien pro Kopf der Bevölkerung unter den Industriestaaten eine der höchsten Raten klimaschädigender Emissionen.

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Düstere Zukunft für die australische Kohle

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CO2-Steuer trifft die Kraftwerke

Kommentare zu " Veralteter Energieträger: Düstere Zukunft für die australische Kohle"

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  • Vandale schrieb:

    "Die Aussage des Journalisten, dass China die Kohleverstromung reduziert erscheint unrealistisch..." und "Realistisch ist auch, dass China die Schiefergasvorkommen des Landes erschliesst und der Kohleanteil an der Verstromung langfristig sinkt."

    Ich finde realistisch ist, das diese Aussagen sich aber zu 100% gegenseitig aufheben!!!

    Genauso viel Informationsgehalt gibt diese Aussage des Herrn Urs Wälterlin wieder:
    "Insbesondere an den heißen Tagen des australischen Sommers, wenn die Klimaanlagen auf Hochtouren laufen, wurde wesentlich weniger Strom verbraucht als in früheren Jahren. Das könnte laut Experten daran liegen, dass genau zu diesem Zeitpunkt – der Zeit intensiver Sonneneinstrahlung – Solaranlagen große Mengen Elektrizität ins Netz pumpen."

    Aha, es wurde also weniger Strom verbraucht weil größere Mengen Elektrizität von Solaranlagen ins Netz gepumpt wurde - wo bitte ist der Zusammenhang?

    @dribbler
    Steinkohle 790 bis 1080 Gramm Co2 pro kWh Strom
    Erdgas GuD 410 bis 430 Gramm Co2 pro kWh Strom

    Quelle - Co2-Bilanzen verschiedener Energieträger im Vergleich - Dr. Daniel Lübbert - Seite 21 - SZ 2007

    SCHOOLED

  • Ja nun Fredi..mit Abstrichen gibt es denselben ökoreligiösen Unsinn auch in anderen Altindustrestaten.

    Die Aussage des Journalisten, dass China die Kohleverstromung reduziert erscheint unrealistisch, bzw. ist lediglich für den Fall einer Wirtschaftskrise in China realistisch.

    Realistisch ist das China die eigene Kohleinfrastruktur ausbaut und damit künftig auf Kohleimporte verzichten kann. Realistisch ist auch, dass China die Schiefergasvorkommen des Landes erschliesst und der Kohleanteil an der Verstromung langfristig sinkt.

    Vandale

  • Was bitte ist Schwarzkohle? "Gas soll einen halb so hohen CO2-Anteil wie Kohle haben"; diese Werte kann man nachlesen (recherchieren!) Der Autor scheint ja enorm kompetent zu sein! Auch die reine Darstellung von relativen Entwicklungen (Prozentzahlen! Etwa beim Energiemix in China)sagt über zukünftige Entwicklungen des Kohleverbrauchs und damit der CO2-Emissionen wenig aus. Das Handelsblatt wird offensichtlich immer inkompetenter.

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