Energie

Verbund
Österreichs größter Versorger ist optimistisch

Verbund trotzt der Flaute am Energiemarkt und legt einen Gewinnsprung hin. Das sorgt für Erleichterung bei den Aktionären. Der österreichische Versorger gibt sich weiter optimistisch.

WienÖsterreichs größter Stromkonzern Verbund versprüht nach einem Gewinnsprung in den ersten neun Monaten Optimismus: Für 2015 rechnet das Unternehmen nun mit einem operativen Gewinn (Ebitda) von rund 900 Millionen Euro statt bisher mit rund 850 Millionen Euro, wie Verbund am Mittwoch mitteilte. Unter dem Strich werde das Ergebnis unverändert mit rund 240 Millionen Euro erwartet. Die Anleger reagierten euphorisch: Die Aktie setzte sich mit einem Plus von knapp zehn Prozent an die Spitze des Wiener Leitindex ATX.

Für Erleichterung dürfte bei den Aktionären auch gesorgt haben, dass der teilstaatliche Konzern zuletzt der Flaute am Energiemarkt trotzen konnte. Gewinneinbußen durch gesunkene Strom-Großhandelspreise glich Verbund durch Kosteneinsparungen und die Restrukturierung des thermischen Bereichs aus. In das Ergebnis flossen zum einen positive Sondereffekte, wie die Auflösung von Rückstellungen, ein. Andererseits kam es aber auch zu negativen Effekten durch die Wertminderung des Gas-Kombikraftwerks Mellach.

Das Ebitda stieg in den ersten drei Quartalen um 15 Prozent auf 727,7 Millionen Euro. Unter dem Strich kletterte der Gewinn sogar noch deutlicher auf 228,7 (Vorjahr: 63,8) Millionen Euro. Bereinigt um die Einmaleffekte stieg das Konzernergebnis um 40,7 Prozent auf 245,2 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr plant der Konzern Kosteneinsparungen von 65 Millionen Euro, fünf Millionen Euro mehr als bisher erwartet.

Der Wiener Versorger produziert über 90 Prozent des Stromes in seinen Wasserkraftwerken und ist daher von der Wasserführung der Flüsse abhängig. In den ersten drei Quartalen lag diese laut Verbund jedoch um sechs Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt, da die Hitzewelle in den Sommermonaten den Wasserstand der Flüsse sinken ließ. Der Konzern besitzt 127 Wasserkraftwerke an großen Flüssen wie etwa der Donau in Österreich und Süd-Bayern. Je höher der Wasserstand ist, desto besser ist die Auslastung der Wasserkraftwerke.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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