Energie

Verbund
Stromkonzern traut sich im Gesamtjahr mehr zu

Bisher hatte der Stromkonzern Verbund mit einem schrumpfenden Gewinn zu kämpfen. Nun heben die Österreicher ihre Gesamtjahresprognose an. Ein Einmaleffekt im thermischen Bereich soll nun das gewünschte Ergebnis bringen.
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WienDer Wiener Stromkonzern Verbund hat in den ersten drei Quartalen aufgrund niedrigerer Wasserstände in seinen Kraftwerken weniger verdient. Bei leicht höheren Erlösen von 2,2 (2,1) Milliarden Euro schrumpfte der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 18,1 Prozent auf 663,5 Millionen Euro, wie das teilstaatliche Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Unter dem Strich fiel der Gewinn um ein Fünftel auf 269,5 Millionen Euro. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr resultiere auch darin, dass in der Vergleichsperiode positive Einmaleffekte angefallen waren.

Gebremst wurde der Konzern von einem um sechs Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt liegenden Wasserstand der Flüsse. Das Ergebnis von Verbund hängt stark von den 127 Wasserkraftwerken ab, die an der Donau in Österreich und Bayern liegen. Je mehr Wasser in den Flüssen fließt, desto besser ist die Auslastung der Kraftwerke.

Für das Gesamtjahr 2017 hob die Firma die Prognose wegen eines Einmaleffektes im thermischen Bereich leicht an. Das Ebitda werde nun bei rund 320 Millionen Euro nach bislang rund 300 Millionen Euro erwartet. Das Unternehmen begründete dies mit einer Aufwertung in Höhe von 38,2 Millionen Euro für das steirische Gaskraftwerk Mellach. Das Ebitda werde weiterhin bei rund 830 Millionen Euro gesehen. Den Aktionären stellt der Konzern eine Ausschüttungsquote von 40 bis 45 Prozent des um Einmaleffekte bereinigten Konzerngewinns von rund 300 Millionen Euro in Aussicht. Für 2016 wurde eine Dividende von 0,29 Cent je Aktie gezahlt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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