Energie

Versorger legt Zahlen vor
RWE ist schon mit wenig zufrieden

Die Erfolge bei den Beteiligungsverkäufen können die Rückgänge bei der konventionellen Stromerzeugung nicht kompensieren: RWE ist mäßig ins Jahr gestartet. Der Verkauf der Gasfördertochter Dea zieht sich hin.
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DüsseldorfEs sind nicht nur die großen Zahlen, die mäßige Entwicklung der RWE-Aktie, die seit Anfang des Jahres um 13 Prozent gefallen ist, die zeigen, wie hart der Kampf des Energieversorgers derzeit ist. Jahrelang glänzte RWE beim Gewinn mit Wachstumszahlen im zweistelligen Bereich. Heute ist Finanzvorstand Bernhard Günther schon „zufrieden“, wenn der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im ersten Quartal dieses Jahres nur um 2,7 Prozent auf 3,042 Milliarden Euro schrumpft. Auch RWE-Chef Peter Terium sagte: „Unser Start in das Geschäftsjahr 2013 war zufriedenstellend“.

Das Nachhaltiges Nettoergebnis, an dem sich die Dividende für die Anleger orientiert, stieg sogar minimal - von 1,288 Milliarden im ersten Quartal 2012 auf 1,297 Milliarden Euro im jüngsten Quartal.

Auch die Analysten haben ihre Erwartungen auf die schwierige Lage der Energieversorger in Deutschland im Allgemeinen angepasst. Sie hatten im Durchschnitt mit einem Ebitda von 3,022 Milliarden Euro gerechnet und das nachhaltige Nettoergebnis auf 1,222 Milliarden Euro taxiert.

An der Frankfurter Börse waren die Anleger von den Zahlen nicht überrascht. Die Aktie des Energieversorgers bewegte sich kaum, der Wert der Papiere verringerte sich um unter ein Prozent.

„Die positiven Effekten aus dem Effizienzprogramm und aus Verbesserungen der Gasbezugskonditionen standen massive Ertragseinbußen in der konventionellen Stromerzeugung gegenüber“, rechtfertigte sich der Konzern in einer Mitteilung. Seit seinem Amtsantritt räumt Konzernchef Terium bei RWE auf. Er will sich von mehreren Beteiligungen trennen und baut Stellen ab. Mehr als 10.000 weniger Arbeitsplätze sollen es am Ende sein. Seit 2011 mussten bereits 1860 Mitarbeiter gehen.

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RWE ist schon mit wenig zufrieden

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  • Tsja lieber Politiker...mit der diktierten Entscheidung des Kernkraftausstiegs sinken jetzt auch die Gewinne der Unternehmen und damit bekommt ihr als Gemeinde,Stadt und Kommunalpolitiker auch IMMER weniger Steuern und Abgaben in euer Einnahmesäckel!
    Die Erneuerbaren Energien schreiben auch von mal zu mal mehr Verlust und sind zum Teil von staatlich subventioniert. Zum Schluss trägt die ganze Steuer- und Abgabenlast der deutsche Bürger / Endverbraucher in Form von zusätzlichen Umweltabgen und der EEG-Zwangssteuer. Und da dies immer noch nicht reicht, werden Sozialleistung und Infrastrukturarbeiten einfach gestrichen. Man brauch sich ja nur mal in NRW umschaun!!!

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