Energie

Vier Jahre Fukushima
Katastrophe ohne Ende

Vor vier Jahren bebte in Japan die Erde. Der Unfall in der Atomkraftanlage Fukushima Daiichi veränderte das asiatische Land – und das 9.000 Kilometer entfernte Deutschland. Überstanden ist das Unglück noch immer nicht.
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Tokio/DüsseldorfWas haben Sie vor vier Jahren am 11. März gemacht? Viele Deutsche werden es wahrscheinlich wissen, mit Sicherheit aber wissen es alle Japaner. Damals bebte in Japan die Erde, so stark, dass die Erschütterungen eine Flutwelle auslösten, die zu einer nuklearen Katastrophe in der Präfektur Fukushima führte.

In Japan gedachten am Mittwoch Tausende Menschen den Opfern. Vier Jahre nach der Katastrophe können die ehemaligen Bewohner der kontaminierten Zone um das havarierte Kraftwerk Daiichi zwar wieder ab und zu in ihre Häuser zurück, um nach verloren gegangenen Erinnerungsstücken zu suchen. Dort wohnen können sie aber immer noch nicht. Heute leben immer noch rund 120.000 Menschen wegen der Strahlung fernab ihrer Heimat, viele von ihnen sind weiterhin in Notunterkünften untergebracht, die eigentlich nur als Übergangslösung dienen sollten.

„Mein Herz schmerzt beim Gedanken daran, dass so viele Menschen noch nicht wissen, wann sie in ihre Häuser zurückgehen können“, sagte Japans Kaiser Akihito am Mittwoch.

Rund um das Atomkraftwerk kämpfen die Arbeiter seit dem 11. März 2011 jeden Tag einen unaufhörlich scheinenden Kampf. Im Reaktor 3 der Anlage liegen noch immer 514 abgebrannte und 52 unbenutzte Brennstäbe. Die Arbeit ist immer noch eine Anstrengung sondergleichen. Die Strahlung ist mit mehr als 100 Millisievert pro Stunden an vielen Stellen weiter extrem hoch, ohne dichte Schutzkleidung darf niemand an die Anlage heran.

Kommentare zu " Vier Jahre Fukushima: Katastrophe ohne Ende"

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  • Wo sind denn hier die Propagandisten für Kernenergie, wo ist Herr Marc Hofmann? Hier lese ich nichts von Ökorelegion, Windmühlen und ähnlichem Blödsinn. Diese Befürworter der kernenergie, die sie für soooo ungefhrlich könnte man sicher seeeeehr lange zum Beräumen in Fukoshima einsetzen.

  • Japan ist weit weg. Da sieht man die "schwarzen Schwäne" von hier aus auch nicht mit dem Teleskop.

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