Energie

Vor geplanter Zerschlagung RWE-Chef Schmitz warnt Innogy vor Anteilsverkauf in Tschechien

Innogy könnte sein tschechisches Gasnetzes an die australische Bank Macquarie verkaufen. Mutter RWE will die Pläne unterbinden.
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RWE-Chef Rolf Martin Schmitz will nicht, dass Innogy sein Gasnetz in Tschechien an Macquarie verkauft. Quelle: AP
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RWE-Chef Rolf Martin Schmitz will nicht, dass Innogy sein Gasnetz in Tschechien an Macquarie verkauft.

(Foto: AP)

Frankfurt/MainZwischen dem Energieriesen RWE und Innogy knirscht es vor dem Hintergrund der geplanten Zerschlagung der formal unabhängigen Tochter weiter. In einem Gespräch mit der „Börsen-Zeitung“ (Dienstag) pochte RWE-Chef Rolf Martin Schmitz darauf, dass Innogy es unterlässt, sein Gasnetz in Tschechien im Wert von 1,7 Milliarden Euro an die australische Investmentgesellschaft Macquarie zu verkaufen, da es für den künftigen Innogy-Eigentümer Eon von Interesse sei.

„Etwaige Veräußerungen von Geschäftsteilen, die an Innogy herangetragen werden, liegen weder im Interesse des Mehrheitsaktionärs oder des künftigen Eigentümers, noch liegen sie nach unserer Einschätzung im Interesse der Innogy-Beschäftigten“, sagte Schmitz. Vielmehr könne eine gute Zusammenarbeit die Unsicherheit für die Beschäftigten weiter minimieren, sagte der Manager.

Die tschechische Gasnetztochter - der größte Betreiber in dem Land - war Ende April mit dem Vorstoß von Macquarie in den Fokus gerückt. Innogy hält 50,04 Prozent an dem Netz-Unternehmen, das über 1,2 Millionen Kunden mit Gas versorgt und knapp 400.000 mit Strom. Macquarie gehört bereits die andere Hälfte des Unternehmens.

Die ewigen Rivalen RWE und Eon haben vereinbart, Innogy bis Ende des kommenden Jahres zu zerschlagen. Eon übernimmt von RWE 77 Prozent der Innogy-Anteile mitsamt des Vertriebs- und Netzgeschäfts. RWE bekommt das Ökostromgeschäft der Tochter und das von Eon. Eon-Chef Johannes Teyssen hat angekündigt, bis zu 5000 der dann über 70.000 Stellen zu streichen.

Auf Seiten Innogys gibt es die Befürchtung, dass mehr Jobs wegfallen könnten und insbesondere Nordrhein-Westfalen betroffen wäre, wo Eon, Innogy und RWE ihren Sitz haben. Gestrichen werden dürften vor allem Doppelfunktionen in der Verwaltung wie Rechnungs- und Personalwesen oder im Vertrieb.

Handelsblatt Energie Briefing
  • rtr
  • dpa
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