Energie

Wegen des warmen Winters
Vattenfall macht weniger Umsatz

Sinkende Strompreise machen dem Energieriesen Vattenfall weiter zu schaffen. Zum Jahresbeginn drückte vor allem das Wetter auf den Umsatz: Es war zu warm. Deshalb setzt der Konzern weiterhin auf seinen Sparkurs.
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Stockholm Der warme Winter hat dem schwedischen Energiekonzern Vattenfall einen schwachen Start ins neue Jahr beschert. Weniger verkauftes Gas und gesunkene Strompreise im Großhandel ließen den Umsatz um knapp acht Prozent auf 45,9 Milliarden schwedische Kronen (rund 5,1 Milliarden Euro) schrumpfen, wie das Unternehmen am Dienstag in Stockholm mitteilte. Im Vorjahreszeitraum hatte Vattenfall einen Umsatz von 49,7 Milliarden Kronen verbucht. Bei warmen Temperaturen wird weniger geheizt – das lässt in der Regel die Absätze von Energiekonzernen schrumpfen.

Unter dem Strich verdiente Vattenfall durch Verkäufe von Unternehmensteilen mehr als im selben Zeitraum 2013: Der Gewinn stieg von knapp 6,2 Milliarden auf 8,2 Milliarden Kronen. Anfang 2014 hatte die Stadt Hamburg das Stromnetz der Hansestadt von dem Energiekonzern übernommen. Dafür hatten sich die Bürger in einem Volksentscheid im vergangenen September entschieden.

Den Verkauf herausgerechnet, sank der operative Gewinn vor Steuern von 11,7 auf 9 Milliarden Kronen im Vergleich zu den ersten drei Monaten 2013. „Die Strom-Großhandelspreise (...) sind in allen unseren Märkten weiter gefallen, was einen negativen Effekt auf unser Ergebnis hatte“, kommentierte Unternehmenschef Øystein Løseth. Vor dem Hintergrund fallender Preise will Vattenfall seinen Sparkurs in den kommenden zwei Jahren fortsetzen.

„In Bezug auf die Produktion hatten wir ein gutes erstes Quartal mit hoher Betriebsbereitschaft unserer Anlagen“, erklärte Løseth. Zum Januar hatte Vattenfall sein Geschäft in zwei Regionen aufgeteilt – die nordischen Länder auf der einen, Rest-Kontinentaleuropa und Großbritannien auf der anderen Seite. Im Norden machte Vattenfall im ersten Quartal mit 14,1 Milliarden Kronen etwas weniger als ein Drittel seines Umsatzes. In beiden Regionen gingen die Verkäufe zurück.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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