Energie

Wegen Ölverschmutzung
Bremer Spediteur muss hohe Geldstrafe zahlen

Eine Bremer Transportfirma muss 520.000 Euro Strafe an die USA zahlen. Eine Schiffsbesatzung soll in Alaska 6700 Liter ölverschmutztes Wasser ins Meer gekippt haben. Für die Spedition ist es nicht die erste Verurteilung.
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AnchorageEine deutsche Transportfirma ist wegen Ölverschmutzung durch eines ihrer Schiffe in Alaska verurteilt worden. Die Bremer Firma Herm. Dauelsberg GmbH soll 750.000 Dollar (rund 520.000 Euro) Strafe zahlen, wie US-Staatsanwalt Kevin Feldis am Mittwoch mitteilte.

Das von der Firma betriebene Schiff „Lindavia“ soll auf der Reise von China auf die zu Alaska gehörenden Aleuten-Inseln im Februar rund 6700 Liter ölverschmutztes Wasser über Bord gekippt haben. „Es gibt für dieses Verhalten keine Entschuldigung“, sagte Feldis.

Bei dem Schiff waren nach Darstellung der Behörden rund 136.000 Liter Schweröl durch einen verrosteten Deckel in den Frachtraum gelaufen. Dieser wurde zwar auf einer Werft in Südkorea weitgehend gesäubert, aber nicht ganz, wie Feldis sagte. Das verbliebene Öl vermischte sich im Frachtraum mit Wasser, das die Mannschaft laut Staatsanwaltschaft letztlich ins Meer pumpte. Laut Gerichtsakten wurde die Entsorgung nicht ordentlich dokumentiert. Stattdessen habe die Mannschaft der Küstenwache fiktive Unterlagen vorgelegt.

Die Spedition stand den Angaben zufolge wegen eines früheren ähnlichen Falls bei den US-Behörden unter Bewährung. Sie hatte 2014 in Kalifornien eingestanden, Dokumentationspflichten missachtet und Missstände auf dem Schiff „Bellavia“ 2013 nicht gemeldet zu haben. In dem Fall bezahlte die Firma 1,25 Millionen Dollar.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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