Energie

Wegen Streiks
Goldkonzern spaltet südafrikanische Minen ab

Heftige Streiks erschütterten Südafrikas Bergbau-Branche. Nun will Gold Fields, der viertgrößte Goldproduzent der Welt, zwei seiner südafrikanischen Minen losschlagen. Sie werden in einem neuen Betrieb gebündelt.
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DüsseldorfDer Südafrikanische Bergbaukonzern Gold Fields plant, einige seiner südafrikanischen Minen aus dem Konzern herauszulösen. Zwei der größten Goldminen Südafrikas sollen abgespalten und als separates Unternehmen an den Börsen in Johannesburg und New York geführt werden.

Der viertgrößte Goldproduzent der Welt reagiert damit auch auf eine Streikwelle in den Minen des Landes, sowie höhere Löhne und steigende Kosten im Bergbau. Wochenlang protestierten in Südafrika Bergarbeiter gegen ihre Arbeitsbedingungen.

Im August war es an der Platinmine Marikana zu schweren Ausschreitungen gekommen: 34 streikende Minenarbeiter wurden von Sicherheitskräften getötet und 78 weitere verwundet. Anfang Oktober hatte der Platinminen-Betreiber Anglo American 12.000 Arbeiter wegen angeblich illegaler Streiks entlassen.

Die Streiks hatten sich vom Platin-Abbau auf Gold, Kohle und Diamanten-Minen ausgeweitet. Bei Gold Fields haben in den vergangenen zwei Monaten rund 29.000 Bergleute die Arbeit niedergelegt. „Die Streiks haben die Notwendigkeit eines anderen Fokus allenfalls unterstrichen, mit dem wir den Rückgang der Produktion und den Anstieg der Kosten stoppen können“, sagt Gold-Fields-Vorstandschef Nick Holland. „Wir haben bereits seit einiger Zeit über eine Neuausrichtung nachgedacht.“

Gold Fields schlägt nun den Minenkomplex Kloof-Driefontein sowie die Beatrix-Mine los und fasst sie im neu gegründeten Unternehmen Sibanye Gold zusammen. Seine zweitgrößte Mine in Südafrika, South Deep, sowie die Bergwerke in Peru, Ghana und Australien will Gold Fields behalten. Den Chefposten von Sibanye Gold soll Neal Froneman einnehmen. Stimmen die Börsen Johannesburg und New York zu, soll der Handel mit Aktien von Sibanye Gold im Februar aufgenommen werden.

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