Energie

Weltgrößter Ölkonzern
Exxon-Gewinn bricht um fast die Hälfte ein

Der weltgrößte Ölkonzern ExxonMobil muss kräftig Abstriche bei Gewinn und Umsatz machen. Rivalen wie BP, Total oder Shell geht es ähnlich.
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IrvingDie niedrigen Ölpreise haben den Gewinn beim US-Branchenprimus ExxonMobil zum Jahresbeginn weiter einbrechen lassen. Im Vergleich zum Vorjahr fiel der Überschuss im ersten Quartal um 46 Prozent auf 4,9 Milliarden Dollar (4,4 Milliarden Euro), wie der gemessen am Börsenwert weltgrößte Ölkonzern am Donnerstag in Irving (US-Bundesstaat Texas) mitteilte. Der Umsatz sank von 106,3 auf 67,6 Milliarden Dollar.

Vor allem das Förder- und Produktionsgeschäft des Ölriesen schwächelte von Januar bis März heftig. In den USA fiel sogar ein Verlust an, insgesamt verdiente Exxon in der Sparte 63 Prozent weniger als im Vorjahr. Deutliche Zuwächse im Raffinerie- und Chemie-Geschäft konnten diesen Rückgang etwas ausgleichen. Konzernchef Rex Tillerson betonte vor diesem Hintergrund Exxons „ausbalanciertes Portfolio“ und sprach von „soliden“ Ergebnissen.

Der massive Rückgang der Ölpreise - seit dem letztem Sommer sind sie um etwa die Hälfte gesunken - macht auch anderen Branchengrößen zu schaffen. So meldete der vor der Fusion mit dem britischen Gasförderer BG Group stehende Energieriese Royal Dutch Shell am Donnerstag ebenfalls einen Gewinneinbruch. Die britischen und französischen Ölriesen BP und Total verdienten im ersten Quartal ebenfalls erheblich weniger.

Besonders hart trifft der Ölpreis-Verfall die US-Fracking-Industrie, die bereits in großem Stil Bohranlagen abgebaut hat. Die wichtigsten Dienstleister der Branche – Schlumberger sowie die vor dem Zusammenschluss stehenden Firmen Baker Hughes und Halliburton – kürzen ihre Ausgaben drastisch und streichen Tausende Jobs. Dank des Booms der Schieferöl-Fördertechnik hatten die USA ihre Produktion in den letzten Jahren allerdings auch stark ausweiten können.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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