Energie

Windanlagen-Bauer Senvion
Vorne dran bleiben – ohne indische Schulden

Der Hamburger Windenergie-Konzern Senvion will nach dem Verkauf an einen US-Investor Vertrauen zurückgewinnen. Das Unternehmen ist „ordentlich profitabel“ – doch aus der Weltspitze verabschiedet sich Senvion erst einmal.
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DüsseldorfAndreas Nauen hat anstrengende Wochen hinter sich. Der Chef von Senvion musste neben seinem Tagesgeschäft noch viele Gespräche führen. Denn der hoch verschuldete indische Suzlon-Konzern hat den Hamburger Hersteller von Windkraftanlagen an den US-Finanzinvestor Centerbridge verkauft.

Doch jetzt steht wieder das normale Geschäft im Vordergrund. „Alle finanziellen Fragen sind geklärt und alle behördlichen Genehmigungen liegen vor“, sagte Nauen dem Handelsblatt. Jetzt ist der Verkauf offiziell über die Bühne.

Nauen und seine 3.500 Mitarbeiter sind erleichtert. Der Senvion-Chef lobte zwar die Leistung des indischen Konzerns: „Suzlon hat uns sehr geholfen, Senvion zu internationalisieren.“ Doch er räumte auch ein, dass „die hohe Verschuldung des indischen Konzerns bei Kundengesprächen nicht immer hilfreich war“, wie er es ausdrückte.

Jetzt hofft er auf bessere Zeiten mit dem Finanzinvestor. „Wir sehen es auch als Vertrauen in unsere Zukunft, dass Centerbridge rund die Hälfte des Kaufpreises mit Eigenkapital finanziert.“ Der US-Investor zahlt eine Milliarde Euro und sowie weitere 50 Millionen Euro, falls die Geschäfte gut laufen.

Und wie laufen die Geschäfte? Während Suzlon das deutsche Unternehmen für eine Milliarde Euro mit Verlust verkauft, um seine Schuldenlast zu verringern, betont Nauen: „Wir waren in jedem Jahr unserer Unternehmensgeschichte immer profitabel.“

Auch im vergangenen Geschäftsjahr 2014/15, das am 31. März endet, „waren wir ordentlich profitabel“, sagte er. Und wie zum Beweis führt er an, dass Senvion wesentliche Investitionen in sein Wachstum in den vergangenen Jahren immer aus eigenen Mitteln finanziert habe. Der Umsatz – im Vorjahr rund 1,8 Milliarden Euro – ist allerdings nur leicht gestiegen. Genaue Zahlen veröffentlicht Senvion erst Ende Mai.

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