Energie

Windenergie
Vestas im Höhenflug

Mehr Umsatz, mehr Gewinn, mehr Aufträge: Der dänische Windturbinenbauer Vestas ist weiter im Aufwind und erhöht seine Prognose. Anleger reagieren verzückt. Einzig das Aktienrückkaufprogramm fällt äußerst mager aus.

DüsseldorfAnders Runevad ist der Liebling der Aktionäre. Seit der Schwede im Sommer 2013 im Chefsessel von Vestas Platz genommen hat, geht es bei dem dänischen Windturbinenhersteller stetig bergauf. Jüngster Beleg: Die Zahlen zum Geschäftsverlauf der ersten neun Monate 2015. Der Umsatz kletterte um ein rund ein Fünftel auf 5,4 Milliarden Euro, der Gewinn verdoppelt sich beinahe und die Auftragsbücher sind voll wie nie. Alleine im dritten Quartal verzeichnete Vestas hier ein Plus von fast 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.  

Der weltweite Boom bei erneuerbaren Energien hievt Vestas in immer neue Höhen. Egal ob an Land oder auf hoher See: Allerorts werden immer mehr Windräder errichtet und ältere Mühlen durch neue ersetzt. Die europäische Windenergieverband EWEA geht davon aus, dass sich die jährlich global neu installierte Leistung von Windenergie alleine an Land von aktuell 51,5 Gigawatt bis 2019 auf 66,5 Gigawatt erhöhen wird.

Für Vestas wird das Geschäft angesichts solcher Rahmenbedingungen zum Selbstläufer. Der Weltmarktführer bei der Herstellung von Windturbinen erhöht deshalb erneut seine Prognose: Statt 7,5 Milliarden Euro erwartet der dänische Branchenprimus jetzt einen Umsatz von zumindest acht Milliarden Euro für das Gesamtjahr 2015. Die operative Marge soll zudem bis zu zehn Prozent statt nur 8,5 Prozent betragen.

Die Börse reagierte verzückt auf die Ankündigungen. Am Donnerstag legte der Aktienkurs von Vestas zwischenzeitlich um mehr als sechs Prozent zu. Dabei hat das Papier des Konzerns seit Anfang des Jahres bereits eine Wertsteigerung von mehr als 80 Prozent erfahren. So gut lief es bei Vestas freilich nicht immer.

Jahrelang machten den Dänen gekürzte Subventionen, Produktionsprobleme und die Billigkonkurrenz aus China schwer zu schaffen. Zwischen 2011 und 2013 häufte Vestas einen Verlust von insgesamt mehr als einer Milliarde Euro an. Erst mit Anders Runevad als neuem Chef drehte sich der Wind. Die Kosten sanken. 2014 gab es wieder Gewinne. Und in Folge erstmals seit mehr als einem Jahrzehnt eine Dividende.

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