Energie

Windpark-Entwickler
PNE greift nach WKN

Die beiden Windpark-Entwickler PNE Wind und WKN gehören bald zusammen: Für rund 50 Millionen plant PNE 54 Prozent an dem Husumer Wettbewerber zu übernehmen. Eine spätere Aufstockung auf über 80 Prozent ist denkbar.
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DüsseldorfDie beiden norddeutschen Windpark-Entwickler PNE Wind und WKN rücken näher zusammen. PNE werde zunächst für rund 50 Millionen Euro 54 Prozent an dem Husumer Wettbewerber von Mehrheitseigner und Firmengründer Volker Friedrichsen übernehmen, kündigte das Cuxhavener Unternehmen am Freitag an. Eine spätere Aufstockung auf über 80 Prozent sei möglich. Gleich zu Beginn werde sich Friedrichsen im Gegenzug mit rund 20 Prozent an PNE beteiligen. „Wir passen sehr gut zusammen“, sagte PNE-Chef Martin Billhardt der Nachrichtenagentur Reuters. So sei WKN etwa in Italien, Polen und Frankreich erfolgreich tätig, wo PNE bislang nicht vertreten sei.

Die beiden Firmen arbeiten seit rund 20 Jahren als Projektentwickler von Windparks und betreiben ihre Geschäfte in Deutschland wie auch international. Durch gemeinsamen Einkauf und Vertrieb könnten Synergien gehoben werden, sagte Billhardt. Einwände der Kartellbehörde erwarte er nicht, da beide Firmen zusammen nicht marktbeherrschend seien.

PNE Wind erzielte 2012 bei einem Umsatz von 84,4 Millionen Euro einen operativen Gewinn (Ebit) von 20,4 Millionen Euro und verdiente netto 17 Millionen Euro. WKN ist etwa um die Hälfte kleiner und erwirtschaftete einen Nettogewinn von 6,6 Millionen. Neben Friedrichsen halten private und institutionelle Anleger 17 Prozent an WKN. Eine Siemens -Tochter ist mit knapp 30 Prozent beteiligt und hat ein Mitveräußerungsrecht. Daher sei eine spätere Aufstockung auf über 80 Prozent möglich, erklärte Billhardt.

Die Übernahme des 54-prozentigen WKN-Anteils will PNE durch den Einsatz von rund drei Millionen eigenen Aktien zu je 2,66 Euro und mit einem Teil aus einer geplanten Unternehmensanleihe über 100 Millionen Euro stemmen. Die Anleihe solle noch vor der PNE-Hauptversammlung am 22. Mai platziert werden, kündigte Billhardt an. WKN-Mehrheitseigner Friedrichsen will sich im Gegenzug mit seiner Beteiligungsfirma über eine von PNE im Jahr 2010 begebenen Wandelanleihe beteiligen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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