Energie

Windpark-Pionier
Windreich-Tochter meldet ebenfalls Insolvenz an

Die Windreich-Pleite zieht weitere Kreise. Nun hat auch die wichtigste Tochter des Windpark-Pioniers Insolvenz angemeldet. Das wichtigste Offshore-Projekt soll dennoch weiterlaufen.
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FrankfurtDie Pleite des Windpark-Pioniers Windreich reißt nun auch die wichtigste Tochtergesellschaft mit nach unten. Der Projektentwickler Windkraft Union (WKU), der auch für den Windpark MEG I vor der deutschen Nordsee-Küste verantwortlich ist, habe ebenfalls Insolvenz angemeldet, teilte Windreich am Freitag in Wolfschlugen bei Stuttgart mit. Der Schritt sei notwendig geworden, weil die Windreich GmbH die „signifikanten“ Forderungen ihrer Tochter nicht mehr erfüllen könne, erklärte das Unternehmen. WKU projektiert Windparks auf hoher See und übergibt die schlüsselfertig an die Auftraggeber.

Die von Willi Balz gegründete Windreich GmbH hatte am Montag Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet, Balz hatte seinen Rücktritt erklärt. Von der Pleite betroffen sind unter anderem die Zeichner zweier Anleihen über zusammen 125 Millionen Euro.

Der auch bei WKU als Geschäftsführer eingesetzte Windreich-Sanierer Werner Heer sagte, deren Insolvenzantrag könne die Fertigstellung von MEG I sogar erleichtern. Die Zustimmung des Amtsgerichts Esslingen zu allen Entscheidungen der WKU schaffe Rechtssicherheit.

„Das Offshore-Projekt MEG I läuft ohne Einschränkung weiter“, sagte Heer. MEG I besteht aus 80 Windkraftanlagen der Fünf-Megawatt-Klasse. Im Vordergrund von Heers Bemühungen steht derzeit die weitere Finanzierung von MEG I. Sie soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Balz hatte vergeblich auf einen Verkauf gehofft.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Windpark-Pionier: Windreich-Tochter meldet ebenfalls Insolvenz an"

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  • GS: der wahre Schuldige an diesem ganzen Desaster ist die Bank Sarasin, die ihren Kunden das Blaue vom Himmel versprochen hat, den Interessenkonflikt (Kreditvergabe und persönliche Verbindungen zu Windreich ) jedoch verschwiegen hat. Dasselbe Verhalten war bei der Pleite-Firma "SicProcessing" der Fall. Wie unsolide diese Privatbank ist zeigt der aktuelle Fall "Müller" Hier haben die Berater, laut den Wirtschaftszeitungen ,zunächst den Deutschen Staat um Millionen gebracht und jetzt den Unternehmer Müller. Die Banken-Aufsicht sollte solche unsolide Banken wie Sarasin auflösen und die Bankmanager vor den Kadi bringen!

  • Wenn den Windpark niemand kaufen will, dann könnte Windreich ihn auch selbst betreiben und aus den (garantierten) Vergütungen die Schulden nach und nach abbezahlen. Das wäre besser als ein Verkauf unter Wert.
    Da die Schulden ohnehin umgeschuldet werden müssen, wäre dies eine Option.

  • MEG1 ist noch im Planungsstatus. Seit EON, RWE & Co. keine Offshore Windparks mehr aufkaufen wollen, ist das Offshore Winndpark Geschäft praktisch tot. MEG1 wird keiner Finanzieren. Kaufen will das Projekt auch keiner. Heer ist wohl genauso ein Windbeutel wie Balz auch. Die Anleihezeichner werden nicht viel von ihren Geld wieder sehen.

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