Energie

Windparkprojektierer
Nächster Nackenschlag für Windreich

Die Insolvenz in Eigenregie ist gescheitert. Windreich geht nun in ein normales Insolvenzverfahren – die Geschäftsführung verliert an Macht. Und der Windparkprojektierer verkündet noch eine weitere Hiobsbotschaft.
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Düsseldorf Der Windpark-Entwickler Windreich saniert sich nicht mehr in Eigenregie. Wie Windreich am Montag mitteilte, geht das Unternehmen in eine geregelte Insolvenz über.

Bisher fiel Windreich unter die Regeln des noch recht neuen Schutzschirmverfahrens. Die Unternehmensleitung darf unter dem Schutzschirm weiter die operativen Geschäfte führen und kann den Sanierungsplan innerhalb des drei Monate währenden Verfahrens selbstständig aufstellen. Gleichzeitig ist die Firma vor dem Zugriff der Gläubiger geschützt.

Kontrolliert wird das betroffene Unternehmen in der Zeit von einem Sachwalter, den es selbst vorschlägt und der vom Gericht genehmigt werden muss. Im Fall von Windreich war das Holger Blümle. Willi Balz, geschäftsführender Gesellschafter von Windreich, hatte sich bereits Anfang September aus der Geschäftsführung zurückgezogen. Sein Nachfolger wurde Werner Heer, zuvor Berater der Gesellschaft. Heer verliert nun seinen operativen Einfluss, die Geschäfte führt ab der Eröffnung des Verfahrens Holger Blümle.

Und noch eine weitere Hiobsbotschaft erreichte Windreich: Der ehemalige Sachwalter Blümle räumte ein, dass die Finanzierung des für Windreich äußerst wichtigen Offshore-Windparks MEG 1 nicht mehr wie eigentlich anvisiert in diesem Jahr abgeschlossen wird. Man arbeite aber „weiter mit Hochdruck und vereinten Kräften daran, dieses Projekt zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen“, sagte Blümle.

Dana Heide ist Korrespondentin in Berlin.
Dana Heide
Handelsblatt / Korrespondentin

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