Energie

Windturbinenbauer
Nordex wird von Branchenkrise voll erfasst

Gewinn halbiert, Umsatzziel verfehlt und kaum neue Aufträge: Der Hamburger Windturbinenbauer Nordex bereitet seine Aktionäre auf ein bescheidenes Jahr 2018 vor. Der Vorstand gelobt Besserung, doch die Anleger fliehen.
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DüsseldorfEs ist eigentlich eine erfreuliche Entwicklung: Die Preise für Windstrom fallen weltweit rasant. Verbraucher müssen für grüne Energie immer weniger bezahlen. In vielen Ländern ist die Elektrizitätsgewinnung mithilfe von Windmühlen zu bestimmten Zeiten schon heute günstiger als jene aus konventionellen Quellen wie Kohle, Öl oder Gas. Für die Hersteller von Turbinen, Rotorblättern und Türmen – den wichtigsten Komponenten von Windkraftanlagen – hat der Preissturz bei ihrer Technik aber dramatische Folgen: Kurzfristig implodieren ihre Erträge.

Das jüngste Opfer dieser Entwicklung ist Nordex. Deutschland drittgrößter Windradbauer kassiert sein Umsatzziel. 2017 erwartet Nordex nur noch Erlöse von weniger als 3,1 Milliarden Euro. Im Sommer hatte der Konzern noch ein Ziel von bis zu 3,3 Milliarden Euro ausgegeben. Nach neun Geschäftsmonaten hat sich der Gewinn des Unternehmens im Vergleich zum Vorjahr zudem mehr als halbiert – von 64 Millionen Euro auf 28 Millionen Euro.

„Die Windenergiebranche durchlebt bewegte Zeiten“, schreibt Nordex-Chef José Luis Blanco im Brief an seine Aktionäre. Der Spanier an der Spitze des Hamburger Windkraftkonzerns spricht von „intensivem Wettbewerb“ und „Marktverwerfungen“. Und er bereitet seine Anleger auf noch mehr Gegenwind vor. 2018 werde „herausfordernd“ und „schwierig“, erläutert Blanco. Konkrete Zahlen bei seiner Sicht auf das kommende Jahr möchte er aber noch nicht nennen – Marktbeobachter hingegen schon. 

„Wir erwarten für 2018 nur noch einen Umsatz von 2,5 Milliarden Euro“, sagte Arash Roshan Zamir dem Handelsblatt. Als Hauptgrund für den bevorstehenden Erlöseinbruch bei Nordex von voraussichtlich 20 Prozent im kommenden Jahr nennt der Analyst von Warburg Research den „sehr schwachen Auftragseingang“. Nach neun Geschäftsmonaten konnte Nordex lediglich Aufträge für die nächsten Jahre im Wert von 1,1 Milliarden Euro verbuchen. Das ist ein Minus im Vergleich zum Vorjahr von 49 Prozent.

Die schlechten Aussichten verschrecken die Investoren. Am Dienstag stürzte die Aktie von Nordex zunächst um fast sieben Prozent ab. Schon seit Monaten fliehen die Anleger bei den Hamburgern. Die Nordex-Papiere befinden sich aktuell auf einem Vierjahrestief. Allein in diesem Jahr ist der Aktienkurs des Konzerns von mehr als 30 Euro Anfang Januar auf aktuell kaum mehr als sieben Euro abgestürzt.

Roshan Zamir glaubt zwar, dass Nordex dem absoluten Tiefpunkt beim Aktienkurs damit schon „sehr nahe gekommen ist“. Damit eine weitere Kurskorrektur ausgeschlossen werden kann, müsse Nordex aber im vierten Quartal „wieder einen stärkeren Auftragseingang liefern“, sagt der Warburg-Analyst.

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  • Totaler Quatsch. Windkraft rechnet sich eben nicht, wenn die Kosten einbezogen
    werden für die gesamte Stromversorgung, wenn der Wind eben man nicht bläst.
    Dann muss die Lücke aus anderen Quellen gestopft werden. Das ist aber nicht
    zum Nulltarif zu haben, im Gegenteil diese Lücke sehr teuer. Alles totale
    Dummschwätzer.

  • Dieser Satz ist betriebswirtschaftlich FALSCH:
    „In vielen Ländern ist die Elektrizitätsgewinnung mit Hilfe von Windmühlen schon heute günstiger als jene aus konventionellen Quellen wie Kohle, Öl oder Gas.“
    Die Windkonzerne, die Profiteure der Subvention, rechnen sich hier reich: Günstiger ist Windkraft nur, wenn auch die Kw/h mitgezählt werden, die überhaupt NICHT genutzt werden können. Vor 20 jahren wurde alles genutzt. Wenn aber der Anteil der Windräder mehr als 30% beträgt, wird nur noch die Hälfe des Stroms sinnvoll genutzt (Quelle: GF Stadtwerke Rosenheim).
    Den Windkraftinvestoren kann es NOCH egal sein, sie verkaufen wegen der Zwangsabnahmegarantie (Subvention) auch überflüssigen Strom an die Netzbetreiber und die verschenken ihn z.T. für unter 0€ an Polen. Dort sinken die Strompreise. Die Netzbetreiber holen sich die Verluste über das EEG vom Endverbraucher wieder.
    Man müsste den zur falschen Zeit produzierten Strom speichern. Aber diese Speicherung hat Wirkungsgradverluste zwischen 30 bis 55% und kostet Geld und ist nicht umweltfreundlich. Speicherung ist noch unrealistischer.
    Es ist leider schade, dass selbst Wirtschaftsmedien & Börsenzeitungen das nicht durchschauen.

    Es gilt:
    - Keine Investitionen in Subventionsgeschäftmodelle.
    - Jeder Subventionsgeschäftmodellebetreiber wird pleitieren und das ist auch gut so.
    - Wir haben ziviel Flatterstrom. Wur brauchen mehr Netstabilität und nciht weniger.
    - Windkraft zerstört Wälder.
    - Wir brauchen effregenerative Energien, die sich bessere rechnen, wie z.B. Holzvergasung mit anschließender Wärme-Strom-Erzeugung, energetischer Verwertung von Müll, Wärmedämmung, Solarthermie statt PV, usw. Es gibt bis heute im Bundesumeweltministerium keine Liste, welche die reg. Ener. nach Effizienz (Subvention je kw/h) bewertet. (Q: Röttgen 2012). Diese Bewertung ist unerwünscht, denn dann sind PV und Wind tot.
    - Ohne Kernkraft steigt der CO-2 Ausstoss, wie man nun seit 6 Jahren sieht. Eine Wahrheit die keiner gerne hört

  • Kaufkurse gibt es bei unter 5,00 €.
    Viel Erfolg.

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