Energie

Zwischenbilanz
Vattenfall erwartet schwachen Energiemarkt

Der Gewinn des Unternehmens ist 2012 auf dem Vorjahresniveau geblieben. Der Energiekonzern machte ein Plus von rund einer Milliarde Euro. Trotzdem blickt der Energiekonzern skeptisch in die Zukunft.
  • 0

Stockholm/BerlinDer schwedische Energiekonzern Vattenfall sieht trotz stabiler Erträge zum Jahresauftakt eher verhalten in die Zukunft. Konzernchef Øystein Løseth sagte am Freitag in Stockholm bei der Vorstellung der Zwischenbilanz für das erste Quartal: „Die Marktaussichten bleiben schwach.“

In den ersten drei Monaten konnte Vattenfall nach eigenen Angaben das niedrigere Niveau der Energiepreise durch den Verkauf höherer Strom- und Gasmengen ausgleichen. Der operative Gewinn (ohne Sondereinflüsse) blieb gegenüber dem Vorjahreszeitraum unverändert bei elf Milliarden Kronen (1,3 Milliarden Euro). Der Umsatz stieg leicht um 1,4 Prozent auf 49,7 Milliarden Kronen. Der Nettogewinn sank dagegen um gut die Hälfte auf 6,2 Milliarden Kronen. Vor einem Jahr waren allerdings noch Sondererlöse von 8,1 Milliarden Kronen aus dem Verkauf von Aktivitäten in Finnland angefallen.

Positiv entwickelte sich der operative Gewinn der deutschen Tochter. Er stieg von umgerechnet 434 Millionen auf 563 Millionen Euro (3,7 auf 4,8 Milliarden Kronen) „Wir haben von den deutlich höheren Volumen bei Kohle zu guten Preisen profitiert“, sagte ein Unternehmenssprecher in Berlin auf Anfrage. Der Umsatz der deutschen Tochter kletterte von 28,1 auf 33,4 Milliarden Kronen.

Vattenfall will sein Augenmerk nach den Angaben Løseths weiter auf Rationalisierung und Kostensenkungen richten. Der Konzern hatte bereits ankündigt, insgesamt 2500 Stellen abzubauen, davon 1500 in Deutschland.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Zwischenbilanz: Vattenfall erwartet schwachen Energiemarkt"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%