Energiekonzern: Eon fürchtet Gewinnrückgang

Energiekonzern
Eon fürchtet Gewinnrückgang

Eon stemmt sich gegen die Krise und legt Kraftwerke still. 2012 kann der Energiekonzern zwar noch den Gewinn steigern, doch Vorstandschef Teyssen rechnet für 2013 mit einem mageren Ergebnis. Die Aktie legt dennoch zu.
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DüsseldorfDer von der Atomwende gebeutelte Energiekonzern Eon will sich mit der Stilllegung unrentabler Kraftwerke gegen die schwindenden Gewinne stemmen. Eon-Chef Johannes Teyssen erwartet wegen der gefallenen Strom-Großhandelspreise und der schlechten Auslastung vor allem seiner Gaskraftwerke 2013 schwächere Geschäfte.

2012 konnte der Versorger noch zulegen. So sei der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) nach ersten Berechnungen um 16 Prozent auf 10,8 Milliarden Euro gestiegen, teilte Eon am Mittwoch mit. Der für die Dividende entscheidende nachhaltige Nettogewinn habe sich auf 4,3 Milliarden Euro von 2,5 Milliarden Euro erhöht. Damit traf Eon die Markterwartungen. Die Aktie legte nach den Zahlen zu.

"Eon wird seine konventionelle Erzeugung so restrukturieren, dass die Wettbewerbsfähigkeit der Kraftwerksflotte zügig verbessert wird", erklärte der Konzern. Daher werde geprüft, Anlagen in Europa stillzulegen. Bis zum Jahr 2015 könnten bis zu 30 Anlagen mit einer Leistung von bis zu elf Gigawatt vom Netz gehen. Dies entspricht einer Leistung von etwa elf Atomkraftwerken.

Eon hatte in den vergangenen Jahren vor allem in neue Gaskraftwerke investiert. Diese müssen aber wegen des in Deutschland vorrangig eingespeisten Ökostroms immer häufiger zurückgefahren werden. Zudem sind die Großhandelspreise in Europa wegen der schwachen Nachfrage in den schuldengeplagten Staaten Südeuropas deutlich gefallen.

Teyssen will wie angekündigt, für 2012 eine Dividende von 1,10 Euro je Aktie zahlen. Einen klaren Wert für 2013 nannte er nicht. Die Höhe solle künftig aber wieder 50 bis 60 Prozent des nachhaltigen Nettogewinns betragen. Die Geschäftsaussichten für 2013 hätten sich verschlechtert. Für das laufende Jahr rechne der Versorger mit einem Ebitda von 9,2 bis 9,8 Milliarden Euro.

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  • @Strohmer
    Dann schauen sie sich mal die Details an. Warum fließt denn und wann fließt den der Strom von Deutschland ins Ausland.
    Deutschland MUSS seinen überflüssig produzierten Wind-und Solarstrom ins Ausland verschenken. Ansonsten zerreisst es die deutschen Stromleitungen!
    Dieser Strom, der von keinen nachgefragt wird, wird also ins Ausland verschenkt bzw. bekommt das Ausland noch Geld dafür, dass dieser Strom abgenommen wird!
    Frankreich wäre blöd, wenn es diese 13,9 Mrd kwh geschenkten Strom nicht nehmen würde. In einigen Fällen hat ja Frankreich nicht nur den Srom geschenkt bekommen, sondern hat von uns EEG-Zwangszahlern auch noch ein Geldgeschenk mitbekommen.
    Statistische Technikzahlen sind das eine und die wirtschaftliche Realität das andere!

  • Da liegen sie aber ziemlich falsch. Es ist für die Kraftwerksbetreiber leider so, trotz abgeschalteten 8000 MW Atomkraft die Preise gesunken sind. Im energate war kürzlich zu lesen:
    Frankreich hat im Jahr 2012 durchgehend deutschen
    Strom importiert. Insgesamt flossen 13,9 Mrd. kWh von Deutschland nach Frankreich, teilte der französische
    Übertragungsnetzbetreiber RTE mit.

  • HofmannM, du hast völlig recht.
    Deutschland wird immer mehr zum Idiotenstaat. E.ON muss seine relativ freundlichen Gaskraftwerke stillegen, weil sich diese nicht mehr rentieren. Dagegen profitieren aufgrund des unausgegorenen und manipulierten Emissionshandels die Kohlekraftwerke von RWE. Deutschland verkümmert immer mehr.
    Ryder

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