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DIHK-Gründerreport: Den deutschen Gründern fehlen Konzepte

exklusiv Die Deutschen gründen wieder mehr Unternehmen. Das ist die gute Nachricht des DIHK-Gründerreports, der dem Handelsblatt vorliegt. Aber es gibt auch eine schlechte: Die Qualität der Konzepte stimmt oft nicht.

FrankfurtDas Interesse an Unternehmensgründungen ist im vergangenen Jahr gewachsen. Das geht aus dem bislang unveröffentlichten Gründerreport des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) hervor, der jährlich erstellt wird und dem Handelsblatt vorliegt. Danach stieg 2010 die Zahl der Gründungsgespräche leicht auf 361.058. Und die Zahl der Interessenten an Gründerseminaren der IHKs erhöhte sich um 8,4 Prozent auf mehr als 36.000.

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Diese Entwicklung ist ungewöhnlich: "Bislang gab es bei besserer Konjunktur und rückläufiger Arbeitslosigkeit stets weniger Gründer", sagt der Präsident des DIHK, Hans Heinrich Driftmann, dem Handelsblatt. Die öffentliche Diskussion über Unternehmertum trage endlich "erste Früchte", argumentiert er

Knapp zwei Drittel der Gründungsinteressenten wollen sich in Dienstleistungsbranchen wie dem Gastgewerbe, Gesundheits- und Pflegedienstleistungen oder Tourismus selbständig machen, haben die IHKs erfahren. "Viele dieser neuen Unternehmen sind zwar zunächst klein und starten häufig ohne Mitarbeiter", räumt Driftmann ein. Aber wer eine zündende Idee habe, die den Zuspruch der Kunden finde, könne rasch wachsen

Der Report zeigt aber auch deutlich: Anders als die Quantität hat die Qualität der Gründungskonzepte weiter abgenommen, hat der DIHK festgestellt. 2010 hätten 36 Prozent der Gründer weder Kunden, noch Geschäfts- und Finanzierungspartner ihrer Geschäftsidee klar beschreiben können. Ein Jahr zuvor traf das bereits auf 32 Prozent zu. Die Konzepte der unternehmerisch motivierten Gründer seien zwar etwas besser durchdacht gewesen als noch im Vorjahr. Aber arbeitslose Gründer hätten sich deutlich schlechter auf die Selbstständigkeit vorbereitet - und Arbeitslosigkeit war für 59 Prozent aller Gründer die Motivation.

 

  • 08.12.2011, 11:17 UhrAnonymer Benutzer: blue

    Viele Gründer müssen in der ersten Zeit gleich wieder aufgeben da es an Kapital mangelt. Die Banken vergeben in diesem Bereich leider nur Kapital gegen starke Sicherheiten. Damit ist das Aus für viele Gründer mit sehr guten Ideen und Konzepten von vornherein vorprogrammiert.

    Wir hatten eine verbindliche Bestellung eines internationalen Kunden, ca. 18 Monate nach der Gründung, dazu hätten wir ca. 400.000 Euro Fremdkapital benötigt. Keine Bank in Deutschland wollte uns bei dieser sicheren Sache unterstützen (Abtretung des Kaufpreises wäre möglich gewesen).

    Wir haben das Geld dann im privaten Umfeld zusammengekrazt und damit die Vorfinanzierung gestemmt. Bereits nach 3 Monaten haben wir alle Schulden bedient und sogar einen stattlichen Überschuss erwirtschaftet. Das Produkt läuft extrem gut. Wir werden in Zukunft ganz auf Bankkredite verzichten und mit dem eigenen Kapital unser Wachstum finanzieren. Sollen die Banken doch ihr Geld in sichere Staatsanleihen stecken oder Papphäuser in den USA.



  • 23.08.2011, 09:32 UhrMr.Krabs

    "Bislang gab es bei besserer Konjunktur und rückläufiger Arbeitslosigkeit stets weniger Gründer", sagt der Präsident des DIHK, Hans Heinrich Driftmann, dem Handelsblatt.

    Tja vielleicht sieht die Wahrheit doch anders aus?

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