Genossenschaftliche Spitzeninstitute ringen um Struktur- und Personalfragen
DZ Bank und WGZ Bank starten zweiten Anlauf

Beim zweiten Mal klappt vieles besser. Diese Lebensweisheit könnte den beiden Vorstandschefs der genossenschaftlichen Spitzeninstitute DZ Bank und WGZ Bank Mut machen. Im zweiten Anlauf wollen DZ-Chef Ulrich Brixner und WGZ-Chef Werner Böhnke ihre Institute fusionieren und eine einzige Zentralbank für den Genossenschaftssektor schaffen.

HB/sia FRANKFURT/M. Die Düsseldorfer WGZ ist das Zentralinstitut der 242 Volks- und Raiffeisenbanken in Nordrhein-Westfalen. Die restlichen rund 1 100 Kreditgenossenschaften der Republik betreut die Frankfurter DZ. Hinter den Kulissen ringen beide Seiten noch heftig darum, wie die neue Bank zugeschnitten wird und wer sie führt.

Bereits vor vier Jahren, als die beiden Frankfurter Banken DG und GZ sich zusammenschlossen, war eine Dreierfusion mit der WGZ im Gespräch. Doch die Düsseldorfer entschieden sich als einziges verbleibendes Regionalinstitut für die Selbstständigkeit.

Im vergangenen Jahr nahmen DZ und WGZ dann doch den ersten Anlauf, der aber wegen erheblicher Differenzen in Strukturfragen abgebrochen wurden. Die WGZ will das fusionierte Institut zusammen mit den anderen Verbundunternehmen R+V-Versicherung, Bausparkasse Schwäbisch-Hall und Union Investment einer Strategie-Holding unterstellen. Dieses Konzept lehnt DZ-Vorstandschef Brixner aber ab.

Zu dem im Spätherbst beginnenden zweiten Anlauf zeigen sich beide Banken von ihrer schönsten Seite. Mit einem guten Halbjahresergebnis empfahl Brixner seine DZ als finanzstarken und effizient geführten Konzern. Das britische Wirtschaftsmagazin "Banker" kürte die DZ zur Bank des Jahres in Deutschland. Begründung: Die Bank habe ihre Fusionsversprechen erfüllt und Kosten sowie Risiken gesenkt. Dieses Gütesiegel hilft dem DZ-Chef jetzt dabei, bei seinen Aktionären - Mitgliedsbanken, WGZ und andere Genossenschaften - für sein Fusionskonzept zu werben. Zudem stellte er ihnen eine höhere Dividende für das laufende Geschäftsjahr in Aussicht.

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