Größter Arbeitgeber McDonalds
Amerikaner loben Standort D

Amerikanische Unternehmen sind eigentlich ganz zufrieden in Deutschland: Gute Fachkräfte, zuverlässige Infrastruktur und Wachstumschancen. 850 000 Menschen sind in Deutschland bei US-Unternehmen beschäftigt. Doch bei aller Liebe halten die Amerikaner mit den Kritikpunkten nicht hinter dem Berg.

HB FRANKFURT/MAIN. Unternehmen aus den USA bleiben bei aller Kritik dem Standort Deutschland treu und konnten ihre Umsätze 2005 hier zu Lande überwiegend steigern. Der größte amerikanische Konzern war gemessen an den Erlösen erneut die General-Motors-Tochter Opel, nach Beschäftigten die Schnellrestaurant-Kette McDonald's. "Deutschland ist ein exzellenter, wenn auch etwas schwieriger Wirtschaftsstandort", sagte der Präsident der amerikanischen Handelskammer in Deutschland (AmCham Germany), Fred Irwin, am Mittwoch in Frankfurt. Unschlagbarer Vorteil sei die zentrale Lage inmitten Europas.

Auch die hohe Qualifikation der Beschäftigten, die lange Erfahrung mit Spitzentechnologie und die gute Infrastruktur zählten zu den positiven Aspekten, die in den USA immer stärker wahrgenommen würden. Noch vor einigen Jahren hätten Informationstechnologie-Konzerne wie AMD oder Dell nicht daran gedacht, große Investitionen in Deutschland zu tätigen, meinte Irwin. Allerdings erwiesen sich negative Faktoren wie die Überregulierung als Dauerbrenner. Der Citigroup-Manager, der die deutsch-amerikanische Handelskammer seit 1991 leitet, zeigte sich darüber enttäuscht: "Schon damals war der Ladenschluss ein Thema. Heute ist er zwar etwas lockerer geworden, aber es gibt ihn immer noch."

Irwin wünscht sich mehr private Initiative und Eigenverantwortung in Deutschland. Als erfreulich habe er persönlich die nationale Begeisterung während der Fußball-Weltmeisterschaft empfunden. Von der Bundesregierung fordern die AmCham-Vertreter mehr Mut für eine grundlegende Reform der Unternehmenssteuer. Amerikanische Firmen haben insgesamt 120 Mrd. Euro in Deutschland investiert, mehr als in jedem anderen Land der Welt. Nicht einbezogen sind in dieser Summe die Investitionen von Finanzinvestoren. Die rund 2000 US-Unternehmen beschäftigten hier zu Lande zusammengerechnet 850 000 Mitarbeiter.

Der Autobauer Opel ist das umsatzstärkste US-Unternehmen in Deutschland, aber McDonalds ist der größte amerikanische Arbeitgeber. Opel setzte 2006 geschätzte 16 Mrd. Euro um. An zweiter Stelle folgt Exxon Mobil (Vertriebssparte Esso) mit einem Umsatz von 14,7 Mrd. Euro in Deutschland. Auf Rang drei kam mit Ford wieder ein Autobauer (14,3 Mrd. Euro).

Mit großem Abstand die meisten Beschäftigten zählt in Deutschland aber die Fastfood-Kette McDonalds. Mit 52 117 Mitarbeitern (inklusive Franchise) führt McDonalds das Ranking der 50 größten Arbeitgeber an. Etwa halb so viel, 25 214 Mitarbeiter, sind bei Ford beschäftigt. Opel wird mit 24 167 Beschäftigten auf dem dritten Rang geführt.

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