Handelsblatt-Firmencheck: IT- und Pharmafirmen führen auf der Rangliste der besten Konzerne
SAP schlägt alle deutschen Konzerne

Der "Handelsblatt-Firmencheck" verrät, welches Unternehmen am erstragsstärksten ist. Dabei stehen nicht die Großen ganz vorne. Ausnahme ist Dax-Riese SAP, der gemeinsam mit der Software AG aus dem TecDax das Ranking anführt.

DÜSSELDORF. Beste Werte liefern Firmen aus der zweiten Index-Reihe wie der Sportartikler Puma oder der Brillenspezialist Fielmann. Selbst Zulieferer wie Balda (Telekommunikation), Beru und Elring Klinger (beide Auto) schlagen in der Gesamtbewertung ihrer Ertragsstärke große Dax-Konzerne wie Eon oder die Telekom um Längen.

Die Rangliste, die das Handelsblatt künftig jedes Jahr veröffentlicht, entsteht in Kooperation mit dem Institut für Wirtschaftsprüfung (IWP) und der Unternehmensberatung Mercer Management. Unter Leitung des Saarbrücker Wirtschaftsprofessors Karlheinz Küting analysiert das IWP die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage von 132 Gesellschaften aus Dax, MDax, SDax und TecDac. Das Gesamtranking setzt sich aus mehreren Kennziffern zusammen. In der Spitzengruppe werden Eigenkapitalquoten von mehr als 50 Prozent und Gesamtkapitalrenditen von mehr als 20 Prozent erreicht.

Gewinne unter der Lupe

» Firmencheck aufrufen: Alle Ergebnisse in fünf großen Tabellen.

Methode: Zweistellige Zuwachsraten beim operativen Ergebnis bedeuten noch lange nicht, dass es einem Unternehmen wirklich gut geht. Deshalb analysiert der Handelsblatt-Firmencheck vier Kennziffern, die Auskunft über die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage geben.

Wertung: Neben der Eigenkapitalquote sind dies die Gesamtkapitalrendite (Return on Investment), der Cash-Flow zum Umsatz und der Cash-Flow zum Gesamtkapital. Jede Kategorie wird mit bis zu 250 Punkten bewertet - insgesamt also maximal 1 000 Punkte.

Firmen: Untersucht wurden die Abschlüsse 2004 von 132 Firmen aus Dax (24), MDax (38), SDax (41) und TecDax (29). Die Finanzbranche ist wegen mangelnder Vergleichbarkeit der Jahresabschlüsse ausgenommen.

Im Geschäftsjahr 2004 konnten sich auffällig viele Chemie- und Pharmaunternehmen in der ersten Liga platzieren. So beweisen Altana, BASF, Merck, Henkel und Schering überdurchschnittliche bis außergewöhnliche Ertragsstärke in der Gesamtwertung. Die Automobilhersteller, eine der wichtigsten Branchen in Deutschland, schneiden dagegen schlecht ab. Nur BMW wird von Küting gerade noch mit "Durchschnitt" bewertet, Volkswagen und Daimler-Chrysler landen dagegen im letzten Drittel der untersuchten Firmen. Darin spiegelt sich auch die aktuelle Lage der Branchen wider. Während Chemie und Pharma vom weltweiten Aufschwung profitieren, leiden Autohersteller zurzeit unter Preiskämpfen und Nachfrageflaute.

Die Rangliste zeigt aber auch: Ertragsstärke ist keine Frage der Zugehörigkeit zu einem Börsenindex. "Heute kann man nicht mehr sagen, die Großen sind gut, die Kleinen schlecht", sagt Küting. So zähle beispielsweise der MDax-Wert Puma mit 40 Prozent Gesamtkapitalrentabilität und einer Eigenkapitalquote von 56 Prozent "zu den Spitzenwerten der deutschen Wirtschaft". Die großen Dax-Firmen Metro oder Post rangieren abgeschlagen unter den 25 Letztplatzierten.

Seite 1:

SAP schlägt alle deutschen Konzerne

Seite 2:

Seite 3:

Seite 4:

Seite 5:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%