Top-Konzerne
Mit Energie auf den Gipfel

Die Energiebranche dominiert einmal mehr die Hitliste der europäischen Top-Konzerne: Unter den zehn größten Unternehmen sind gleich vier Ölmultis vertreten.

DÜSSELDORF. An der Spitze liegt Royal Dutch/Shell vor BP - und auf Rang 13 und 14 folgen mit Eon und Electricité de France (EdF) bereits die größten Strom- und Gasversorger. Ein Ende des Trends ist dabei nicht absehbar. Schon im kommenden Jahr dürften weitere Energiekonzerne im Umsatzranking nach vorne rücken.

Hintergrund des anhaltenden Höhenflugs: Die hohen Preise für Öl, Gas und Strom haben in den vergangenen Jahren die Umsätze der Energiekonzerne kräftig nach oben getrieben. Hinzu kamen kleinere und größere Übernahmen. An der Spitze gab es dabei im letzten Jahr einen brancheninternen Wachwechsel: Royal Dutch/Shell konnte Erzrivale BP vom Thron stoßen.

Noch kräftiger als die Erlöse klettern die Gewinne in der Energiebranche - viele Unternehmen konnten im vergangenen Jahr Zuwächse um hohe zweistellige Raten verbuchen. Die niederländisch-britische Royal Dutch/Shell-Gruppe etwa verzeichnete 2005 ein Gewinnplus von stolzen 40 Prozent, BP gar von 48 Prozent. Vor allem mit ihren Raffinerien erzielen die Ölmultis weiter hohe Renditen, während das Tankstellengeschäft hart umkämpft bleibt. Noch besser sieht es bei zahlreichen Versorgern aus: Branchenprimus Eon steigerte den Gewinn um 70 Prozent, Frankreichs Stromriese EdF um 141 Prozent.

Allerdings füllen dabei nicht nur die hohen Preise die Kassen der Konzerne, wie Verbraucherschützer klagen. Die Unternehmen profitieren auch von hohen Sondereffekten. Eon beispielsweise schloss seine seit Jahren betriebene Konzentration aufs Kerngeschäft ab und nahm durch die Veräußerung der Immobiliengesellschaft Viterra und der Holding Ruhrgas Industries Milliardensummen ein. Bei EdF fiel der Zuwachs so deutlich aus, weil die Vergleichszahlen aus dem Vorjahr durch milliardenschwere Abschreibungen auf das Südamerika-Geschäft belastet waren. Das problematische Auslandsgeschäft hat der französische Stromriese inzwischen größtenteils abgegeben.

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