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Handelsblatt Hall of Fame
Pioniere und Propheten

August Oetker, Bertha Benz, Anton Kathrein, Helga und Erivan Haub – sie haben deutsche Wirtschaftsgeschichte geschrieben. Jetzt sind sie in den Olymp unsterblicher Familienunternehmer eingezogen – aus gutem Grund.
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MünchenWann hat es ein Unternehmen geschafft, in den Olymp der unsterblichen Firmen einzuziehen? Zum Beispiel: Wenn sein Name wie selbstverständlich in den Sprachgebrauch eingegangen ist. „Hast Du den Kuchen gebacken?“, fragen wir Großmutter am Sonntag. „Nein, das war Dr. Oetker“, sagt sie.

Oder: „Oh lieber Gott, warum kaufst Du mir nicht einen Mercedes Benz?“, sang Janis Joplin einst und Millionen Flower-Power-Jünger wiegten ihre nackten Oberkörper im Refrain. Damit ist klar: Dr. Oetker und der alte Benz, sie sind unsterblich. Sie gehören in den Olymp, oder noch besser in die  Hall of Fame der Familienunternehmen. Das Handelsblatt hat am Donnerstagabend zum fünften Mal solche außerordentlichen Unternehmerpersönlichkeiten - bereits verstorbene und lebende - gewürdigt. Sie haben sozusagen von nun an in der Halle des Ruhms ihren Stammplatz.

August Oetker, der das Backpulver in kleinen Tüten und mit „Gelinggarantie“ erfand, und Bertha Benz, die resolute und fahrtüchtige Gattin des Autopioniers, sind die neuen Ehrenmitglieder, die damit an der Seite sitzen von anderen posthum in den vergangenen Jahren Geehrten: Margarete Steiff etwa, die uns ein Reich für Stofftiere hinterlassen hat. Oder Carl Zeiss, das Genie für optische Geräte. Die Neulinge werden vermutlich glücklich vom himmlischen Olymp aus zugeschaut haben, wie am Donnerstagabend eine illustre Gesellschaft von Unternehmern bei Rinderfilet mit Foie Gras, schwarzem Trüffel und Gratin-Gemüse im prächtigen Ballsaal des Münchner Charles Hotels ihre Heldentaten würdigte.

Martin Herrenknecht, an diesem Abend Laudator für Bertha Benz und ansonsten Chef jenes Unternehmens, das seinen Namen trägt und die Welt mit Tunneln unterhöhlt, hat in den Archiven geforscht und jene Zeilen gefunden, die Berthas enttäuschter Vater nach Geburt der Tochter niedergeschrieben hatte: „Leider wieder ein Mädchen“, stand da.

„Während das für viele ein Tritt ins Kreuz gewesen wäre, war es für Bertha Benz Ansporn und Lebenselixier“, beschreibt Herrenknecht die Motivation dieser außergewöhnlichen Frau. Sie verhalf der Erfindung ihres Mannes zum Durchbruch, in dem sie seinen Motorwagen ohne den Gatten gefragt zu haben von Pforzheim nach Mannheim kutschierte und dabei wie es an diesem Abend ihre eigens angereiste Urenkelin beschreibt, auch noch allerhand anderes Nützliches erfand, wie etwa die erste Tankstelle damals noch in Form einer Apotheke.

Kommentare zu "Pioniere und Propheten"

Alle Kommentare
  • Es heißt "Elixier", nicht "Elexier"

  • Unentwegt feiert sich die Elite selbst. Ob in der Wirtschaft ,im Fernsehen, im Film, in der Musikbranche...
    Es nervt... Wer feiert die Menschen, die den Erfolg erarbeitet haben?

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