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Abgesagter Streik: Fluglotsen-Drohung hat ein teures Nachspiel

Schon die Drohung war den Fluggesellschaften zu viel: Weil die Fluglotsen im vergangenen Sommer einen Streik in Aussicht gestellt hatten, fordern drei große Airlines nun Schadensersatz in Millionenhöhe.

Fluglotsin am Flughafen Frankfurt/Main. Quelle: dapd
Fluglotsin am Flughafen Frankfurt/Main. Quelle: dapd

FrankfurtWegen der Streikdrohungen der Fluglotsen im vergangenen Sommer verklagen drei große Fluggesellschaften die Gewerkschaft der Flugsicherung auf 3,2 Millionen Euro Schadensersatz. Lufthansa, Air Berlin und Ryanair verweisen auf Schäden, die der Arbeitskampf angeblich verursacht habe, berichtete die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ (FAS). Die Lotsen hatten letztlich gar nicht gestreikt.

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Lufthansa bestätigte die Klage. „Wir haben sie schon Ende letzten Jahres eingereicht“, sagte Sprecherin Claudia Lange der Nachrichtenagentur dpa. Zur Höhe des geforderten Schadensersatzes machte sie allerdings keine Angaben. Lufthansa sei in dem Tarifstreit unbeteiligte Dritte gewesen, habe aber große Schäden erlitten.

Der Tarifkonflikt war mit einer Schlichtung beendet worden. Aber allein wegen der Streikdrohung der Fluglotsen hätten die Fluggäste massenhaft ihre Buchungen storniert, heißt es laut „FAS“ in der Klageschrift. Die Arbeitskampftaktik der Lotsen, die zudem rechtswidrige Ziele verfolgt hätten, sei „wirtschaftlich gezielt“ gegen die Fluggesellschaften gerichtet gewesen und habe wie eine „partielle Betriebsblockade“ gewirkt.

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Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Spiegel“ fordert allein die Lufthansa knapp 1,7 Millionen Euro von der Lotsengewerkschaft, unter anderem als Ausgleich für Stornierungen und Umbuchungen von Kunden, Verspätungen oder erhöhte Personal- und Treibstoffkosten. Air Berlin mache mehr als 1,5 Millionen Euro geltend, der Billiganbieter Ryanair rund 44.000 Euro.

Ein Sprecher der Lotsengewerkschaft kritisierte die drei Fluggesellschaften: Wenn ihre Klage erfolgreich wäre, könnte das Streikrecht gleich abgeschafft werden. Zahlungen für einen Streik, den es nie gegeben habe, wären absurd, betonte er.

  • 29.01.2012, 16:14 UhrAnonymer Benutzer: Veritas

    Was die Kunden dann am besten machen: Auf andere Verkehrsmittel umsteigen und so dafür sorgen, dass diese Leute betriebsbedingt gekündigt werden!
    Es ist eine Schweinerei von gewissen Gewerkschaften ohne große Not ihre Verhandlungen auf dem Rücken das Passagiere auszutragen.
    Warum streiken in Spanien die Piloten immer gerade vor den Feiertagen? -> Richtig! Weil sie damit am meisten Menschen vor Probleme stellen und das größte Chaos verursachen.
    Das ist eine Schweinerei und meiner Meinung nach Missbrauch des Streikrechts.

  • 29.01.2012, 15:32 UhrAnonymer Benutzer: inselhahn

    Keinen Streik ankündigen, am Tag X einfach streiken. Flughafen dann aber richtig bestreiken. Nicht nur immer ein paar Stunden oder Tage sondern bis zum Abschluß eines neuen Tarifvertrages.Auch wenn es Wochen dauert.

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