
Madrid/EssenDas spanische Bauunternehmen ACS, die Muttergesellschaft des Essener Hochtief-Konzerns, hat im vorigen Jahr starke Verluste erlitten, den Schuldenberg aber fast um die Hälfte abgebaut.
Wie die ACS-Gruppe am Donnerstagabend in ihrer Jahresbilanz in Madrid mitteilte, verzeichnete der Konzern 2012 Nettoverluste von 1,93 Milliarden Euro. Im Vorjahr hatte er noch einen Gewinn von 0,96 Milliarden Euro erwirtschaftet.
Das Unternehmen führte die Verluste auf Sonderfaktoren wie den verlustreichen Verkauf eines Kapitalanteils von zwölf Prozent am Energieunternehmen Iberdrola zurück. Bei Ausschaltung aller Sonderfaktoren 2011 und 2012 kam ACS nach eigenen Angaben im vorigen Jahr auf einen Nettogewinn von 705 Millionen Euro, 9,9 Prozent weniger als im Vorjahr.
Bilfinger Berger - 8,21 Milliarden Euro Umsatz (Stand: 2011)
Deutschlands zweitgrößter Baukonzern schafft in Europa gerade einmal den Sprung in die Top Ten. Neben dem klassischen Baugeschäft setzen die Mannheimer auch Dienstleistungen für Industrieanlagen, Kraftwerke und Immobilien.
FCC (Spanien) - 11,76 Milliarden Euro Umsatz
Mit vollem Namen heißt der Konzern Fomento de Construcciones y Contratas und ist in Madrid beheimatet. Zum Portfolio gehört neben dem Baugeschäft auch die Entsorgung.
Balfour Beatty (Großbritannien) - 12,71 Milliarden Euro Umsatz
Bereits seit 1909 sind die Briten im Baugeschäft tätig und gehören europaweit zu den Platzhirschen. Die Londoner beschäftigen europaweit rund 30.000 Mitarbeiter.
Skanska (Schweden) - 13,15 Milliarden Euro Umsatz
Kaum eine Straßen, ein Kraftwerk oder Bürogebäude in Schweden ist ohne Beteiligung des skandinavischen Bauriesen entstanden. Auch international sind die Schweden aus der Kleinstadt Solna mittlerweile breit aufgestellt.
Eiffage (Frankreich)
Neben einigen TGV-Trassen gehört auch die Erweiterung des EU-Parlaments zu den großen Projekten des Konzerns. Beheimatet sind die Franzosen in Asnières-sur-Seine.
Strabag (Österreich) - 14,33 Milliarden Euro Umsatz
Aus Wien in die Welt: Die Österreicher haben in den vergangenen Jahren vor allem in Osteuropa massiv expandiert. Allein im abgelaufenen Geschäftsjahr legte der Umsatz um zwei Milliarden Euro zu.
Hochtief (Deutschland) - 23,28 Milliarden Euro Umsatz
Der größte deutsche Baukonzern verpasst das Treppchen nur knapp. Das dürfte angesichts der aktuellen Lage niemanden in Essen interessieren. Der Konzern steht vor der Filetierung durch seine Anteilseigner.
ACS (Spanien) - 28,47 Milliarden Euro Umsatz
Mit Zukäufen haben die Spanier in den vergangenen Jahren ein rasantes Wachstum hingelegt. An der Spitze des Konzerns steht Florentino Pérez., der auch Präsident des Fußballklubs Real Madrid ist.
Bouygues (Frankreich) - 32,71 Milliarden Euro Umsatz
Neben Immobilien und dem Straßenbau ist der Pariser Konzern Großaktionär des französischen Fernsehsenders TF1. Auch in der Telekommunikation ist der Konzern aktiv.
Vinci (Frankreich) - 36,96 Milliarden Euro Umsatz
Der größte Baukonzern Europas ist auch der größte Baukonzern der Welt und ist in der Kleinstadt Rueil-Malmaison nahe Paris beheimatet. Dem Konzern gehören unter anderem die Hälfte aller französischen Autobahnen.
Der Schuldenberg sei 2012 um fast 47 Prozent auf 4,95 Milliarden Euro abgebaut worden, heißt es in dem Bericht. Darin seien auch 1,16 Milliarden Euro Schulden von Hochtief enthalten. Der Umsatz sei um 35 Prozent auf 38,4 Milliarden Euro gestiegen. Die hohe Steigerungsrate gehe auf die Eingliederung von Hochtief zurück. Berechne man den Hochtief-Umsatz auch im Jahr 2011 mit, sei der Umsatz um 4,1 Prozent gestiegen.

Prognose vom Stammtisch (seit Aufkommen der Übernahme von Hochtief"
Aufspaltung Hochtief in Ertragreiche und Verlustreiche Sparten. (wird gerade mit dem Argument der Neuausrichtung vorbereitet). Die profitablen Töchter werden mit Verkäufen und weiteren internen Darlehen den Hochverschuldeten Mutterkonzern ACS sanieren.
Den Schrott und die Arbeitslosen erhält der dt. Steuerzahler. Ach die Mrd. Verluste aus den Darlehen gibts gratis dazu.
Eines muss man en Spaniern lassen. "Sie haben Verstanden"
Ronaldo und Co werden dem dt. Michel sicherlich ebenfalls dankbar sein. Da Fussball in Spanien nationales Kulturgut ist es es den Spitzenclubs wie Real von höchster Stelle verwehrt Steuern zu bezahlen. 100 Mill. Schulden dürfen Sie gerne machen.
Schönes Beispiel auch hier die Doku auf Arte "Staatsgeheimnis Bankenrettung". Schön auch wenn man mal persönlich vor Ort in Spanien war. Man kommt aus dem Staunen wirklich nicht mehr raus.
Gewußt hat es in der dt. Politik natürlich wieder keiner.
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