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Airport-Versteigerung: Fraport geht in Brasilien leer aus

Beim Bieterrennen um die drei wichtigsten Flughäfen Brasiliens ist der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport leer ausgegangen. Den Zuschlag für den größten Airport erhielt eine Firmengruppe um den ACSA-Konzern.

Fraport betreibt auch den Flughafen von Frankfurt am Main. Quelle: dpa
Fraport betreibt auch den Flughafen von Frankfurt am Main. Quelle: dpa

Paulo/FrankfurtDer Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport ist bei der Privatisierung dreier Großflughäfen in Brasilien leer ausgegangen. Den Zuschlag für den größten Airport des Landes, den Guarulhos-Flughafen von São Paulo, erhielt eine Firmengruppe um den südafrikanischen Konzern ACSA. Das Konsortium setzte sich am Montag bei der Versteigerung in der Bovespa-Börse in São Paulo mit seinem Angebot von 16,2 Milliarden Reais (7,1 Milliarden Euro) durch.

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Den Wettstreit um den Flughafen der Hauptstadt Brasília gewann die Gruppe des argentinischen Bieters Corporacion America mit einem Angebot von umgerechnet rund zwei Milliarden Euro. Der Viracopos-Flughafen in Campinas bei São Paulo ging an die französische Firma Egis Airport Operation und ihre brasilianischen Partner. Sie erhielten den Zuschlag für rund 1,7 Milliarden Euro. Auf die drei Airports entfallen 30 Prozent des gesamten Flugpassagieraufkommens Brasiliens. Sie sollen für die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 erweitert und modernisiert werden.

„Wir haben ein wettbewerbsfähiges Angebot abgegeben, aber leider nicht den Zuschlag erhalten“, sagte ein Fraport-Sprecher. Das im MDax notierte Unternehmen hatte sich für seine Gebote mit dem brasilianischen Infrastruktur- und Logistikkonzern EcoRodovias zusammengeschlossen. Fraport betreibt weltweit 13 Flughäfen, darunter den in Perus Hauptstadt Lima. Die abgegebenen Offerten lagen deutlich über den geforderten Mindestangeboten.

Der brasilianische Staat sicherte sich mit dem Deal für alle drei Flughäfen Gesamteinnahmen in Höhe von umgerechnet 10,7 Milliarden Euro. Versteigert wurden Mehrheitsbeteiligungen an den Flughäfen. Die staatliche brasilianische Unternehmen Infraero behält 49 Prozent der Anteile. Die Konzessionslaufzeiten betragen für Guarulhos 20 Jahre, für Viracopos 30 Jahre und für Brasília 25 Jahre. Insgesamt mussten für alle drei Flughäfen in der Zeit umgerechnet über sieben Milliarden Euro Investitionen zugesichert werden.

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