Noch schlimmer als Aldi erging es lediglich dem Discounter Plus. Bei der Tengelmann-Tochter stagnierten die Umsätze, obwohl die Nummer drei im Discountmarkt 2007 rund 100 zusätzliche Läden eröffnete.
Aldis Filialnetz ist der Studie zufolge vor allem in Westdeutschland so dicht, dass es unwirtschaftlich wäre, weitere Filialen hineinzuweben. Ohnehin werde das Geschäft der Discounter durch die zunehmende Marktsättigung immer schwieriger. Seit 2003 sei der durchschnittliche Umsatz pro Quadratmeter bei den Billigketten um mehr als acht Prozent auf 3 648 Euro geschrumpft.
Wie das Handelsblatt aus Lieferantenkreisen erfuhr, kursieren derzeit Befürchtungen, der Discount-Marktführer könnte sich nun als Ausgleich bei den Herstellern bedienen. Bislang zahlt Aldi seinen Lieferanten höhere Einkaufspreise als Wettbewerber Lidl. "Aldi ist gerade dabei, diese Strategie zu überdenken", berichtet ein süddeutscher Fleischwarenlieferant.
Allerdings scheinen auch Wirtschaftsaufschwung und demografischer Wandel - ältere Kunden bevorzugen den klassischen Supermarkt - das Aldi-Wachstum zu bremsen. Denn besonders deutlich verlor der Discountkönig bei seinen billigen Handelsmarken. Wettbewerber Lidl kam dabei zugute, dass er - anders als Aldi - ein Viertel seines Umsatzes mit Herstellermarken bestreitet.

