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Amazon dementiert Bericht: „Keine Pläne, Standorte zu verlegen“

Laut einer polnischen Zeitung will Amazon einige Logistikzentren aus Deutschland nach Osteuropa verlagern. Der Versandhändler wies diese Informationen jetzt als „völlig falsch“ zurück.

Amazon-Beschäftigte haben im Juni vor dem Standort in Leipzig gestreikt. Die Gewerkschaft Verdi hatte zu einer ganztägigen Arbeitsniederlegung aufgerufen. Quelle: dpa
Amazon-Beschäftigte haben im Juni vor dem Standort in Leipzig gestreikt. Die Gewerkschaft Verdi hatte zu einer ganztägigen Arbeitsniederlegung aufgerufen. Quelle: dpa

BerlinDer weltgrößte Online-Händler Amazon hat Medienberichte über eine Verlagerung von Logistikzentren aus Deutschland nach Osteuropa zurückgewiesen. Sie seien „völlig falsch“, erklärte eine Sprecherin am Mittwoch. „Es gibt keine Pläne, bestehende Amazon Logistik-Standorte in Europa zu schließen oder in andere Länder zu verlegen.“

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Amazon prüfe aber angesichts des andauernden Wachstums ständig Möglichkeiten zum Aufbau zusätzlicher Kapazitäten. Zuletzt seien Pläne für zwei neue Logistikzentren in Europa bekanntgegeben worden - in Brieselang bei Berlin sowie in Frankreich. In Brieselang sollen über die nächsten drei Jahre 1000 dauerhafte und bis zu 2000 saisonale Stellen geschaffen werden. Das sei ein Bekenntnis zum Standort Deutschland. Zu weiteren Expansionsplänen gebe es bisher keine Ankündigungen.

Amazon

Die polnische Zeitung „Puls Biznesu“ hatte berichtet, Amazon wolle nach den Arbeitsniederlegungen in den Warenzentren in Deutschland einen Teil der Aktivitäten nach Osteuropa verlegen. So seien drei große Logistik-Zentren in Polen geplant. Tschechische Medien berichteten ebenfalls von Plänen für neue Standorte, brachten sie aber nicht mit einer Verlagerung aus anderen Ländern in Verbindung. Bei Prag wird bereits ein Zentrum betrieben, das auch Warenrückläufe aus Deutschland abwickelt. Es wird laut Medienberichten ausgebaut, außerdem wird über ein neues großes Lager spekuliert.

Amazon betreibt insgesamt acht Versandzentren in Deutschland. Es gab zuletzt im September drei Streiktage bei Amazon in Leipzig und Bad Hersfeld. Die Gewerkschaft Verdi kündigte weitere Aktionen an. Verdi fordert für die Beschäftigten bei Amazon einen Tarifvertrag nach den Konditionen des Einzel- und Versandhandels. Das US-Unternehmen orientiert sich dagegen nach eigenen Angaben an der Bezahlung in der Logistikbranche und lehnt die Aufnahme von Tarifverhandlungen ab. Der Konflikt schwelt seit Monaten.

  • 03.10.2013, 18:32 Uhrdonald

    Die Ware kommt eh oft aus China und wird nur noch verteilt und die Gewerkschaften es übertreiben wird Amazon die Ware aus Polen liefern so einfach ist das.

  • 02.10.2013, 18:23 UhrKarsten

    Schließt Amazon ein Versandzentrum in Deutschland, schließe ich bei denen mein Konto!

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