
Der Black Friday ist untrennbar mit dem Erntedankfest verbunden. Präsident Franklin Roosevelt wollte das Erntedankfest 1939 auf den dritten Donnerstag vorziehen, bekam aber Gegenwind aus dem Kongress. Schließlich einigte man sich auf den vierten Donnerstag. Roosevelt dachte ökonomisch: Er wollte das Weihnachtsgeschäft verlängern.

Denn Thanksgiving ist zugleich der Startschuss für die Weihnachtszeit. Lebkuchen im August wie in deutschen Supermärkten gibt es in den USA nicht. Der Tag danach ist zum Einkaufen da. In diesem Jahr sind die Schnäppchenjäger besonders motiviert, denn es winken kräftig Rabatte.

Die Reihenfolge ist dabei klar: Anstehen, kaufen, auspacken ... und dann bricht die gewaltige Deko-Welle der ebenso weihnachts- wie farb- und lichtverliebten Amerikaner von Thanksgiving an über das Land hinein.

Für den Einzelhandel ist der Tag nach dem Feiertag ein Festtag: Es ist zwar nicht wie oft kolportiert der umsatzstärkste Tag des Jahres, die liegen alle in der Woche vor Weihnachten. Aber im ganzen Land wird schon Wochen vorher für Rabatte geworben.

Am „Black Friday“ warten manche Schnäppchenjäger Stunden, bevor die Geschäfte zuweilen schon um fünf Uhr morgens öffnen.

Warum der Tag „schwarzer Freitag“ heißt, ist nicht klar. Vielleicht, weil die Händler in die schwarzen Zahlen kommen, vielleicht, weil sie vom Geldzählen schwarze Daumen haben.

2009 wurde an diesem Tag mit rund 18 Mrd. Dollar so viel Geld ausgegeben wie an keinem anderen Tag im Jahr, zeigen laut der Nachrichtenagentur Bloomberg Daten von MasterCard Spending Pulse.

Den ganz kleinen Amerikanern kann das egal sein. Hauptsache Spielzeug. Und davon gibt es am „Black Friday“ jede Menge.
Der Black Friday ist untrennbar mit dem Erntedankfest verbunden. Präsident Franklin Roosevelt wollte das Erntedankfest 1939 auf den dritten Donnerstag vorziehen, bekam aber Gegenwind aus dem Kongress. Schließlich einigte man sich auf den vierten Donnerstag. Roosevelt dachte ökonomisch: Er wollte das Weihnachtsgeschäft verlängern.
Washington„Was hat der denn für ein Problem?“, schimpft Vicky. Sie macht „brrr“, verschränkt die Arme und zieht die Schultern hoch. „Der soll mal hinnemachen, es ist zehn Uhr durch, mir ist saukalt“. Vicky, groß, korpulent, steht in der Tiefkühl-Abteilung, links Pizza, rechts Erbsen, und ihre gelbe Weste deutet darauf hin, dass sie hier etwas zu sagen hat.
Doch der Mann, der fünf Meter weiter im Gang steht, achtet gar nicht auf sie. Er hat eine noch gelbere Weste an, sie leuchtet sogar, und er spricht lieber mit seinem Walkie Talkie. Jemal, so heißt er, hat heute eine wichtige Aufgabe: Er bewacht einen Stapel Spielekonsolen, Xbox 360 4GB, für 199,96 Dollar das Stück. Ein wahres Schnäppchen.
Das macht ihn zum Hüter eines der größten Schätze des Abends. Gleich werden sie kommen, um ihn ihm zu entreißen. Sie, das ist die wartende Meute, die vor dem gelben Absperrband seit Stunden von einem Fuß auf den anderen wippt. Die ersten in der Schlange, das sagen ihre Blicke, haben im Geiste bereits Jemal zur Seite geschubst, die Xbox angeschlossen und losgedaddelt. Wehe, wenn sie losgelassen.
Es ist Donnerstag, Thanksgiving, kurz nach 22 Uhr, in der Wal-Mart-Filiale von Alexandria vor den Toren Washingtons. Soeben hat hier der „Black Friday“ begonnen, der größte Schnäppchentag Amerikas und der Startschuss fürs Weihnachtsgeschäft. Am diesem Abend stürmen Millionen Menschen im ganzen Land die Geschäfte, ob Best Buy, Target, K-Mart oder Macy’s. Immer auf der Jagd nach dem Superduper-Angebot.
Jedes Jahr dasselbe Spiel, und doch ist es dieses Mal anders. Bislang war der Thanksgiving-Donnerstag tabu, die Amerikaner sollten in Ruhe im Familienkreis ihren Truthahn tranchierten und sich erst am Freitag um fünf Uhr morgens in die Schlacht um die Schnäppchen stürzen. Dieses Jahr aber öffneten viele Handelsketten bereits am Donnerstagabend. Sie haben sich gegenseitig unterboten, jeder will die ersten Kunden haben.
Und so graben sich im Wal-Mart von Alexandria an diesem Abend die Menschen durch die Wühltische, kaum dass sie dem Herrgott für seine Gaben gedankt haben. Sie quälen sich durch die Gänge wie der gerade verspeiste Truthahn selig durchs Verdauungssystem. Wer hier zur Eingangstür hereinkommt, verspürt den sofortigen Drang, wieder umzukehren.
Hey, ich hab über den Black Friday einen Artikel in meinem Blog geschrieben. Have a look! :) http://ganzmeinermeinung.blogspot.com/2011/11/kaufalarm-bei-den-amis.html
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