Appel will sich auch um die Zukunft des "Luxusproblems" Deutsche Postbank
kümmern. Deutschlands größte Filialbank werde die Konsolidierung der Branche aus einer Position der Stärke mitbestimmen, sagte Appel. "Wir prüfen derzeit alle Optionen."
Auf die Frage, ob der Kapitalmarkt falsch liege, die Postbank
lediglich als Übernahmeziel zu sehen, äußerte sich Finanzvorstand John Allan zurückhaltend: "Nun ja, ich denke, sie müssen ihre eigenen Schlüsse ziehen, was das wahrscheinlichste Ergebnis ist."
Zumwinkel hatte erstmals im November einen Verkauf der Postbank
ins Gespräch gebracht. Zahlreiche Banken aus dem In- und Ausland haben bereits den Finger gehoben, darunter die Deutsche Bank
und die Commerzbank.
Vor einer Entscheidung über die Postbank
würden Gespräche mit allen Aktionärsgruppen geführt, sagte Appel. Die Gewerkschaft Verdi stemmt sich gegen einen Verkauf, weil sie in diesem Fall einen deutlichen Stellenabbau befürchtet. Zum Zeitplan für eine Entscheidung äußerte sich Appel nicht: "Ich werde den Teufel tun, mich selbst unter Druck zu setzen."

