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Aufwärtstrend: Messen machen immer mehr Geschäfte im Ausland

Für die deutschen Messeplätze wächst die Bedeutung Chinas. Aber auch Brasilien, Russland und Indien werden als Veranstaltungsorte wichtiger. Der Optimismus der inländischen Messegesellschaften stützt sich aber nicht nur auf das gute Auslandsgeschäft.

Messe Düsseldorf: 30 bis 40 Prozent Umsatz im Ausland. Quelle: Pressebild
Messe Düsseldorf: 30 bis 40 Prozent Umsatz im Ausland. Quelle: Pressebild

DÜSSELDORF. Bei den deutschen Messebetreibern wächst der Optimismus: Dem schon guten Jahr 2010 soll ein noch besseres Jahr 2011 folgen. Dabei wird das Auslandsgeschäft für die inländischen Messeplätze immer wichtiger.

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"Unsere Veranstaltungen im Ausland machen mittlerweile rund 30 bis 40 Prozent unseres Konzernumsatzes aus", sagte Werner M. Dornscheidt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf, ohne konkrete Zahlen zu nennen. Ganz ähnlich sieht es auch bei den anderen großen Messeplätzen aus. Der deutsche Spitzenreiter, die Messe Frankfurt, erzielte im gerade abgelaufenen Jahr rund ein Viertel ihres Konzernumsatzes von 450 Millionen Euro im Ausland. Daran soll sich auch künftig nichts ändern. "Wir wollen unsere führende Rolle in der weltweiten Messebranche nicht nur halten, sondern ausbauen", sagte Messechef Wolfgang Marzin Mitte Dezember bei Vorlage der Geschäftszahlen.

Gewachsen ist in den vergangenen Jahren insbesondere die Bedeutung Chinas. Die inländischen Messegesellschaften hatten das schon frühzeitig erkannt. Düsseldorf, Hannover und München hatten seinerzeit das bereits im Jahr 2001 eröffnete Shanghai New International Expo Centre gebaut.

Auch die Koelnmesse setzt einen Schwerpunkt in China. "Unsere Auslandsveranstaltungen schreiben nach wenigen Jahren schwarze Zahlen", betonte Gerald Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung in Köln. Viele der Veranstaltungen hätten sich als Leitmessen in den jeweiligen Regionen etabliert. "Auf dieser Basis lässt sich für 2011 und die Folgejahre aufbauen", sagte Böse.

Nürnberg lässt laut Messechef Bernd A. Diederichs von insgesamt 30 internationalen Fachmessen zwei Drittel außerhalb des Heimatmarkts stattfinden. Der Schwerpunkt liege mit 18 Fachveranstaltungen in den sogenannten BRIC-Staaten. Dazu gehören Brasilien, Russland, Indien und China. Im vergangenen Jahr hat sich diese Strategie bereits ausgezahlt. Der Bereich International hat um 90 Prozent zugelegt und trug 18 Millionen Euro zum Gesamtumsatz von über 200 Millionen Euro bei.

Der Optimismus der inländischen Messegesellschaften stützt sich aber nicht nur auf das gute Auslandsgeschäft. Die Krise hatte das Messejahr 2009 noch belastet, doch 2010 ging es schon wieder aufwärts. "Bleibt die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und in unseren Kernmärkten stabil, rechnen wir für 2011 mit einer erneuten Ergebnissteigerung", sagte Dornscheidt von der Messe Düsseldorf.

"Die wirtschaftliche Erholung hat sich bereits in einem erfolgreichen Verlauf der Veranstaltungen in Hannover in der zweiten Jahreshälfte gezeigt", sagte Wolfram von Fritsch, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Messe AG. Alle Veranstaltungen seien deutlich stärker gelaufen als geplant. Und so soll es weitergehen: "Mit dem Jahr 2011 steht die Deutsche Messe vor dem veranstaltungsstärksten Jahr ihrer Unternehmensgeschichte", sagte von Fritsch. Er erwartet ein Umsatzplus von rund 30 Prozent.

Ähnlich optimistisch ist die Messe München. "Bei den Veranstaltungen im Jahr 2011 zeichnet sich über alle Branchen hinweg eine Fortsetzung des Aufwärtstrends ab", teilte sie Anfang der Woche mit. Bereits 2010 sei eines der stärksten Jahre in der Geschichte des Messeplatzes gewesen.

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