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17.05.2008 
Chef schließt Verkauf der Aktienmehrheit nicht aus

Austrian-Airlines sucht Partner

Die österreichische Fluggesellschaft "Austrian Airlines" (AUA) muss sich sanieren und ist daher auf Partnersuche. Airline-Chef Alfred Ötsch will dabei auch einen Verkauf der Aktienmehrheit an eine andere Fluggesellschaft nicht mehr ausschließen. Im Pokerspiel mischt auch die Lufthansa mit.

HB WIEN. "Wir werden im Projekt alle möglichen Optionen prüfen, einerseits eine Stand-Alone-Lösung, andererseits das Eingehen einer Partnerschaft. Das Ergebnis des Projekts ist völlig offen", sagte der AUA- Vorstandsvorsitzende Alfred Ötsch der Wiener Tageszeitung "Der Standard".

Allerdings käme der Mehrheitsverkauf nur dann infrage, wenn die AUA allein nicht in der Lage sein sollte, "Gewinne zu schreiben". Ötsch sprach sich in diesem Fall für eine "klare Lösung" aus - "also für den Verkauf einer Mehrheit". Die Fluggesellschaft, die zu 42 Prozent in staatlichem Besitz ist, hatte im ersten Quartal 2008 rund 60 Millionen Euro Netto-Verlust eingeflogen.

In der vergangenen Woche waren Verhandlungen der AUA mit dem saudi-arabischen Milliardär Mohammed al Jaber über eine Minderheitsbeteiligung von 20 Prozent gescheitert. Daraufhin hatte der sozialdemokratische Verkehrsminister Werner Faymann bekräftigt, die AUA müsse bei allen Sanierungs-Überlegungen "österreichisch" bleiben. Zu den möglichen Kaufinteressenten der AUA zählt auch die Deutsche Lufthansa.

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