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11.06.2008  | Aktualisiert 24.06.2008, 15:38 Uhr 
Mögliche Beteiligung

Austrian Airlines will zu Lufthansa

von Eberhard Krummheuer

Angesichts hoher Kerosinpreise sucht Österreich im Ausland strategischen Partner für seine nationale Fluggesellschaft. Die Lufthansa bekräftigte derweil ihr Interesse an einer Beteiligung. Auch die Östereicher sind nicht abgeneigt.

DÜSSELDORF. Die Fluggesellschaft Austrian Airlines (Aua) steht vor dem Ende ihrer Selbstständigkeit. Die hohen Kerosinpreise werde sie in diesem Jahr in tiefrote Zahlen fliegen lassen, kündigte die Gesellschaft gestern an. Vor diesem Hintergrund hält der österreichische Finanzminister und Vizekanzler Wilhelm Molterer (ÖVP) es für "eher unwahrscheinlich", dass die Airline ohne den Einstieg eines strategischen Partners überlebt. Als potenzieller Interessent gilt Lufthansa.

Nachdem Lufthansa-Konzernchef Wolfgang Mayrhuber kürzlich ein generelles Interesse an einer Aua-Beteiligung signalisiert hatte, bekräftigte eine Firmensprecherin gestern: "An unserer Einschätzung hat sich nichts geändert." Bisher seien die Österreicher aber noch nicht auf Lufthansa zugekommen.

Die Deutschen hatten in den letzten Jahren die in Turbulenzen befindliche Schweizer Fluggesellschaft Swiss übernommen und erfolgreich saniert. Für Lufthansa gilt in Branchenkreisen das Aua-Streckennetz nach Osteuropa und in den Nahen Osten als interessant. Aua ist zudem Partner in dem von Lufthansa angeführten Airline-Bündnis Star Alliance. Schon deshalb gilt Wiener Presseberichten zufolge die Kranich-Airline als Wunschpartner. Im Falle einer anderen Entscheidung mit einem Allianz-Wechsel würden Aua-Aufsichtsräte eine "massive Konfrontation" mit Lufthansa befürchten, schreibt die österreichische Tageszeitung "Der Standard".

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