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11.06.2008  | Aktualisiert 24.06.2008, 15:38 Uhr 

Statt eines ursprünglich anvisierten kleinen Gewinns rechnet Aua nunmehr 2008 mit einem Verlust von 70 bis 80 Mill. Euro, erklärte das Unternehmen nach einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung. Auch der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2009 sei zum größten Teil von der Entwicklung der Kerosinpreise abhängig. Die bisherigen Prognosen seien überholt, belastbare Ergebnisaussagen für 2009 und die Folgejahre nicht möglich.

2007 war die Airline beim Umsatz mit 2,37 Mrd. Euro geringfügig unter dem Vorjahr geblieben, hatte aber 3,3 Mill. Euro Ergebnis ausgewiesen, nach 130 Mill. Euro Verlust im Jahr 2006. Aua gehört mit knapp 43 Prozent über die Staatsholding ÖIAG der Republik Österreich. Falls nötig, würde Wien den staatlichen Anteil reduzieren, erklärte Molterer. Das werde aber vom Koalitionspartner SPÖ abgelehnt.

Für Lufthansa wäre eine Beteiligung an Aua von der Größenordnung her nur ein kleiner Fisch. Der Konzern steigerte im letzten Jahr seinen Umsatz um über 13 Prozent auf 22,4 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis stieg um 63 Prozent auf annähernd 1,4 Mrd. Euro. Der operative Cash-Flow lag mit 2,86 Mrd. Euro um 36 Prozent über dem des Vorjahres. Die Mitarbeiterzahl wuchs um elf Prozent über die 100 000-er Marke.

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