
HB PARSIPPANY/PARK RIDGE. Avis hat seinen Verlust zu Jahresbeginn dank höherer Preise und geringerer Ausgaben zurückgeführt. Der Fehlbetrag sei im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp 29 Prozent auf 38 Mio. Dollar geschrumpft, teilte der Konkurrent des deutschen Sixt-Konzerns mit.
Der Umsatz sei um drei Prozent auf 1,15 Mrd. Dollar zurückgegangen. Vor allem auf dem Heimatmarkt seien die Erlöse rückläufig gewesen.
Noch vor der Bilanzvorlage hatte Avis angekündigt, eine "substanziell höhere" Offerte für den Rivalen Dollar Thrifty zu erwägen. Zuletzt hatte Wettbewerber Hertz rund 1,2 Mrd. Dollar für den kleineren Konkurrenten geboten.
In einem offenen Brief zeigte sich Avis-Chef Nelson enttäuscht darüber, dass sich das Management von Dollar Thrifty bereits auf Hertz als Käufer festgelegt habe. Dabei hätte er seine Kaufabsichten bereits eindeutig klargemacht. Er verlangte Einblick in die Bücher und rief die Dollar-Thrifty-Führung zu Gesprächen auf.
Das Bietergefecht kommt zu einer Zeit, in der die wirtschaftliche Erholung die Reiselust wieder beflügelt. In der Krise hatten die Autovermieter gelitten. Besonders die wichtigen Geschäftsreisenden blieben aus. Dollar Thrifty hat 1550 Filialen, vor allem in den USA.