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AWD-Gründer: Maschmeyer steigt bei Marseille-Kliniken ein

Der Unternehmer Carsten Maschmeyer ist bei Marseille-Kliniken eingestiegen. Damit hat er nach seinem Rückzug bei Swiss Life ein neues Unternehmen gefunden, in das er investiert.

Der Unternehmer Carsten Maschmeyer ist bei den Marseille-Kliniken eingestiegen. Quelle: dpa
Der Unternehmer Carsten Maschmeyer ist bei den Marseille-Kliniken eingestiegen. Quelle: dpa

FrankfurtDer Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer hat nach seinem Rückzug bei Swiss Life ein neues Unternehmen gefunden, in das er investiert. Der Pflegeklinik-Betreiber Marseille-Kliniken teilte am Dienstag mit, Maschmeyer habe am 16. Dezember die meldepflichtigen Schwellen von drei und fünf Prozent überschritten und halte nun 5,33 Prozent.

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Gemessen am Kurs vom Dienstag ist Maschmeyers Aktienpaket rund 1,9 Millionen Euro wert. Die Beteiligung ist Finanzkreisen zufolge nicht strategisch. Maschmeyer setze auf einen Kursanstieg und plane keine Übernahme der Marseille-Kliniken, verlautete es aus dem Umfeld des Unternehmers, der derzeit wegen der Finanzierung einer Anzeigenkampagne für ein Buch des heutigen Bundespräsidenten Christian Wulff in den Schlagzeilen steht.

Zuletzt hatten bei den Marseille-Kliniken Führungsturbulenzen für Aufsehen gesorgt. So hatte im Oktober nach nur wenigen Wochen auf dem Chefposten der Vorstandsvorsitzende Stefan Herzberg das Handtuch geworfen. Dennoch konnte das Hamburger Unternehmen seinen Betriebsgewinn (Ebit) im ersten Quartal seines Geschäftsjahres 2011/2012 um 50 Prozent auf 3,0 Millionen Euro steigern.

Für Maschmeyer, den Gründer und langjährigen Chef des Finanzmaklers AWD, ist der Einstieg bei den Marseille-Kliniken eine relativ kleine Investition. Denn er hatte sich drei Jahre nach dem AWD-Verkauf an den Lebensversicherer Swiss Life dort endgültig aus dem Führungsgremien zurückgezogen und seine Beteiligung reduziert.

Durch den Verkauf von 700.000 Aktien aus seinem gut 1,6 Millionen Titel umfassenden Paket rutschte Maschmeyer Anfang Dezember unter die meldepflichtige Beteiligungsschwelle von drei Prozent. Die Transaktion hatte einen Wert von 64,8 Millionen Franken.

Einen Teil der Erlöse hatte Maschmeyer bereits Anfang Dezember in die Industrie- und Investmentgesellschaft GCI investiert. Auch dort stieg er mit rund fünf Prozent ein. Das Aktienpaket kostete ihn rund 2,5 Millionen Euro.

  • 03.01.2012, 14:24 UhrVM12

    Schön wäre es, wenn wenigstens die Medien mit einem gehobenen Qualitätsanspruch - zu denen ich das Handelsblatt eigentlich zähle - in der Recherche und Formulierung sorgfältig arbeiten würden.
    In dem Artikel "Maschmeyer steigt bei den Marseille-Kliniken ein" wird von dem "Finanzmakler AWD" gesprochen. Spätestens seit Einführung der Registrierungspflicht und den BGH-Urteilen im Fall AWD vs. DVAG sollte sich aber herum gesprochen haben, dass es sich beim AWD um einen Mehrfachagenten und eben keinen Makler handelt (wie auch im Vermittlerregister, das bei der IHK geführt wird, nachzulesen ist). Der Unterschied ist, dass nach Versicherungsvertragsgesetz der Makler ausschließlich dem Wohl des Kunden verpflichtet ist, während der Mehrfachagent als Erfüllungsgehilfe des vermittelten Versicherers völlig andere Pflichten hat.
    Nur der Vollständigkeit halber sei noch bemerkt, dass es einen offiziellen Status "Finanzmakler" (im Gegensatz zu Versicherungsmakler) gar nicht gibt. Es handelt sich dabei viel mehr um eine dieser überhand nehmenden wichtig klingenden Kunstbegriffe, mit denen eine i. a. nicht vorhandene Qualität vorgegaukelt werden soll. Es gibt kein Curriculum, keine Prüfung und keine Regulierung für einen "Finanzmakler".
    Dennoch passt es natürlich im Kontxt mit Herrn Maschmeyer gut zusammen. Schließlich trägt Herr Maschmeyer, der Uni Hildesheim sei Dank, unterdessen ja auch einen Dr. Titel ohne jemals eine akademische Prüfung absolviert zu haben oder eine akademische Leistung vollbracht zu haben. Nach allem was bekannt ist, hat er nach 3 oder 4 Semstern des versuchten Medizinstudiums nur noch Versicherungen und Bausparverträge verkauft und wäre somit nach dem üblichen Sprachgebrauch in unseren Land wohl als ungelernte Arbeitskraft (mit verliehenem (Ehren)doktor) zu bezeichnen. Das ist wohl eines der vielen Paradoxa in unserem Land.

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